Älteste Jesuiten-Zeitschrift auch in der Weltsprache Spanisch

civilta 120Das publizistische Flaggschiff des Jesuitenordens, die Zeitschrift "Civilta Cattolica", erscheint ab ab sofort auch in der Weltsprache Spanisch. Die erste Nummer der neuen, speziell für den lateinamerikanischen Raum konzipierten Ausgabe, erschien am selben Tag wie die 4.000 Ausgabe der italienischsprachigen Version.

 

Verlegt wird die künftig monatlich erscheinende Ausgabe vom Verlag Herder mit einer Startauflage von 1.000 Exemplaren. Sie werde ausgewählte und übersetzte Texte der italienischen Ausgabe umfassen sowie jeweils elf eigene spanische Buchbesprechungen. Wie die italienische Version, so wird auch die spanische Ausgabe vom vatikanischen Staatssekretariat gegengelesen. Auch wenn man sich dezidiert nicht als Organ des Heiligen Stuhls verstehe, so erscheine die Zeitschrift doch stets "in Abstimmung mit den Päpsten", erläuterte Chefredakteur Spadaro. Bereits am Donnerstag hatte Papst Franziskus laut "Radio Vatikan" die neue Ausgabe aus den Händen von Chefredakteur Antonio Spadaro erhalten. Neben Spadaro zeichnet für die spanische Ausgabe der argentinische Jesuit Diego Fares verantwortlich. 

Eine der ältesten Zeitschriften der Welt

Die "Civilta Cattolica" zählt zu den ältesten Zeitschriften der Welt: 1850 hatte sie Papst Pius IX. gegründet. Die Beiträge stammen grundsätzlich aus der Feder von Jesuiten aus aller Welt. Die redaktionelle Endbearbeitung erfolgt in einem eigenen Büro in Rom. Die Zeitschrift verstehe sich als "Brückenzeitschrift", die den fächerübergreifenden Austausch fördern wolle, sagte Spadaro bei dem Festakt mit Papst Franziskus: "Wir bewegen uns frei in den verschiedenen Feldern des Wissens, es geht um Kunst genauso wie um Wirtschaft oder Politik. Die Zeitschrift präsentiert eine Sicht auf die Welt, die christlich ist, aber zugleich auf einer Wellenlänge mit der aktuellen Situation der Kirche", so Spadaro laut "Radio Vatikan"-Bericht.

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