Schauprozesse von 1950 gegen Ordensleute in Prag nachgestellt

karolinum aulaAn der Prager Karlsuniversität befassen sich Jusstudenten jedes Jahr in einem Seminar mit einem der politischen Prozesse der 1950er-Jahre, den sie dann beim Festival "Mene Tekel" gegen Totalitarismus aufführen.

JusstudentInnen der Prager Karlsuniversität haben den politischen Schauprozess gegen katholische Ordensleute im Jahr 1950 nachgestellt. Im Rahmen des internationalen Festivals "Mene Tekel" gegen Totalitarismus inszenierten sie am Wochenende im Saal des Obergerichts in Prag jene Verhandlung, die in der Frühzeit des kommunistischen Regimes mit hohen Gefängnisstrafen gegen zehn leitende Ordensmänner endete. Von den zehn Angeklagten wurde der griechisch-katholische Redemptorist Jan Ivan Mastiliak wegen Staatsverrats und Spionage zu lebenslanger Haft verurteilt. Die übrigen erhielten insgesamt 132 Jahre schwerer Kerkerhaft. Der Jesuit und Publizist Adolf Kajpr starb 1959 im Gefängnis. Erst 1993 wurden alle Verurteilten rehabilitiert. Studenten der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Karlsuniversität befassen sich jedes Jahr in einem Seminar mit einem der politischen Prozesse der 1950er-Jahre, den sie dann im Rahmen des Festivals aufführen. Das Festival "Mene Tekel" endete an diesem Sonntag.

[fk]

 

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