Zum Welttag der Poesie: Gedicht von P. Alfons Jestl

alfons jestl 120Im Jahr 2000 wurde der 21. März von der UNESCO zum Welttag der Poesie ausgerufen. Er soll an die Vielfalt des Kulturguts Sprache und an die Bedeutung mündlicher Traditionen erinnern. P. Alfons Jestl, Provinzial der Provinz der Redemptoristen Wien-München stellt dazu heute ein noch unveröffentlichtes Gedicht vor: #KulturÖffnet

 

Ikonenfrau

rot-golden-braun-
  grün-blau

   die ikonen-frau
 erdet im himmel

 der herunter-ge-
zogene gott im elend

 P. Alfons Jestl

 

natur 450

 

 

Auch zur Rolle und Bedeutung von Lyrik hat sich P. Alfons Jestl Gedanken gemacht, er schreibt:

Lyrik hinterkriecht das Leben und nimmt den Autor in die Pflicht
nicht vordergründig vorbeizuschlängeln mit Worthülsen
formulierter Anbiederung an politischer religiöser
gesellschaftlicher moralisierter Aufgussgegenwart.

Lyrik befreit Eva und Adam von Feigenblättern
paradiesischer Schmierereien
und erlöst den Autor davor den Lesern
den Feuerschwertengel verschweigen zu müssen.

 Lyrik entfettet von aromatisierten Denkdüften
abgebrannter Transparentöle und erspart dem Autor nicht
sich in Dornenhecken des Prophetischen zu verwunden.

alfons-jestl.at

[mp]

 

 

kulturOeffnet

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