Ordensgemeinschaften leisten aktive Flüchtlingshilfe

PaterErhardRauch 02 Herbsttagung 2012 IMG 9279 Katrin Bruder klein f TeaserGeneralsekretär Pater Erhard Rauch fordert faire Tagessätze und Öffnung der Lehrwerkstätten für minderjährige Flüchtlinge.

 

Der Generalsekretär der Superiorenkonferenz der männlichen Ordensgemeinschaften Österreichs, Pater Erhard Rauch, betont, dass die Orden aktiv in der Flüchtlingsarbeit tätig sind. Er erwähnt dabei als Beispiel die sozialpädagogische Betreuung minderjähriger Flüchtlinge durch das Don Bosco Flüchtlingswerk Austria. Dieses Werk wird getragen von den Salesianern Don Boscos, den Don Bosco Schwestern und der Partnerorganisation Jugend Eine Welt.

Tagsatz für Unterbringung und Betreuung seit 10 Jahren nicht angepasst

Der Generalsekretär freut sich über die Eröffnung der Wohngruppe Noemi für minderjährige Flüchtlinge mitten in Wien durch das salesianische Flüchtlingswerk und betont die Notwendigkeit kleiner, normaler Wohngruppen für Jugendliche. Kleine Wohngruppen können aber nicht zu einem Tagsatz von € 60.- oder € 75.- geführt werden. Dieser Betrag zur Erbringung umfassender sozialpädagogischer und versorgender Dienstleistungen ist um 2/3 geringer als in ähnlichen Einrichtungen der Jugendwohlfahrt für österreichische Jugendliche. „Der Tagsatz, der seit 10 Jahren nicht erhöht wurde, muss dringend angehoben werden, damit die Jugendlichen adäquat und fachlich betreut werden können“, fordert Pater Rauch.

Grundversorgung: 5 Euro sind zu wenig

Die Orden zeigen sich darüber bestürzt, dass sich die Jugendlichen um € 5,- am Tag ernähren müssen. „Die Lebensmittelpreise steigen jährlich um 4%. Diese 5 Euro müssten heute bereits über 9 Euro betragen. Wie sollen sich Jugendliche ausgewogen und ausreichend um 5 Euro verköstigen?“, fragt sich Pater Rauch. Der Generalsekretär verweist dabei auch auf ein  Anliegen der pakistanischen Flüchtlinge, die in der Votivkirche ausharren. Dazu Rauch: „Wenn Flüchtlinge arbeiten dürften, würden sie sich auch selbständig versorgen können.“ Die Orden treten seit jeher für eine Hilfe zur Selbsthilfe ein und sind bemüht, junge AsylantInnen bei der Integration in den Arbeitsmarkt zu unterstützen und zu begleiten.

Lehre auch für asylsuchende Jugendliche

Die Ordensgemeinschaften Österreich unterstützen die salesianische Forderung nach Öffnung der Lehrwerkstätten für jugendliche Flüchtlinge. Erworbene Kenntnisse in unterschiedlichen Berufsfeldern helfen den Jugendlichen auch dann, wenn sie in ihre Herkunftsländer zurückkehren müssen. „Wir würden in Ober- oder in Niederösterreich mit unseren Trägerorganisationen gerne integrative Lehrwerkstätten errichten, in denen österreichische und asylsuchende Jugendliche gemeinsam Berufe lernen“, so Floridus Kaiser, der Geschäftsführer des Don Bosco Flüchtlingswerks.

28. Jänner, 18 Uhr: Gebete in Solidarität mit Asylsuchenden

Die Ordensgemeinschaften Österreich unterstützen die Gebete in Solidarität mit Asylsuchenden, zu denen die Katholische Aktion in verschiedenen Städten Österreichs einlädt. Die beteiligten Kirchen sind: In Wien die Ruprechtskirche im  1. Bezirk, in Graz die Herz Jesu Kirche, Sparpersbachgasse 58 (Unterkirche), in Innsbruck die Kapelle im Haus der Begegnung, Rennweg 12 und in Linz die Ursulinenkirche. Alle Gebete beginnen um 18 Uhr. http://solidaritaetasyl.wordpress.com/

 

 

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