Klösterreich: Gott sei Dank habe ich das entdeckt

IMG 4882 120"Wer in eines der 23 Klöster im Klösterreich kommt, erlebt dort authentisch und echt Ordensfrauen und Ordensmänner. Das Interesse ist in den letzten Jahren stark angestiegen." Die neue Präsidentin von Klösterreich Sr. Michaela Pfeiffer-Vogl hielt das bei der Präsentation der neuen Angebote unter dem Motto "Kultur-Begegnung-Glaube" in einem Pressegespräch am 4. April 2017 im Melker Stiftskeller fest. #KulturÖffnet

"Wir wollen mit unseren Gästen unsere Schätze des Glaubens, des Gebetes und unser reichhaltiges kulturelles Erbe teilen", sagte Sr. Michela Pfeiffer-Vogl in Wien. Gastfreundschaft sei quasi Teil der DNA von Ordensleuten und "unsere Gäste sollen eintauchen dürfen in das, was uns wichtig ist und unser Leben trägt". Wer Gast in einem Kloster ist, solle das authentische Leben der Ordensleute miterleben können. Es können bei Klösterreich auch nur Klöster und Stifte dabei sein, "wo tatsächlich klösterliches Leben gestaltet wird".

Klösterreich auch ein Stück international

Der Verein "Klösterreich", dem 23 Klöster in Österreich, Deutschland, Tschechien und Ungarn angehören, hat zuletzt sein Profil geschärft, das nun in der neuen Broschüre "Kultur-Begegnung-Glaube" präsentiert wird. Die Orden wollten vom niederschwelligen Einstieg über kulturelle Angebote hinführen zur persönlichen Begegnung mit Ordensleuten und auch zur Liturgie und damit zur Begegnung mit Gott, erläuterte P. Michael Hüttl vom Stift Altenburg. Ein Beispiel dafür: Unter dem Motto "In der Mitte des Tages" laden die Klöster ein, am Mittagsgebet mit den Ordensleuten teilzunehmen. - Ein niederschwelliges Angebot für Gäste, einfach und "barrierefrei" wieder einmal ein Gebet zu erleben, sagte P. Hüttl.

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Pressegespräch im Melker Stiftskeller

Orden als "Identitätstifter auf Zukunft hin"

P. Franz Helm, Generalsekretär der Superiorenkonferenz der männlichen Ordensgemeinschaften, zeigte sich überzeugt, dass die Orden gerade auch über die Kultur viel Wertvolles in die Gesellschaft einbringen können. "Die Orden stehen für die kulturellen Wurzeln des Landes mit seiner christlichen Identität", betonte Helm. Die Orden pflegten diese Wurzeln und seien damit auch "Identitätstifter auf Zukunft hin". Klöster könnten mit ihrem geschärften Profil neue Gäste bzw. Zielgruppen ansprechen, hob Sr. Cordis Feuerstein, Generalsekretärin der Vereinigung der Frauenorden, hervor. Orden stünden für eine "Alternative im Leben" und Sinn. Dass diese Attraktivität der Klöster bereits deutlich im Steigen ist, illustrierte P. Martin Rotheneder vom Stift Melk damit, dass sich die Nächtigungszahlen in Melk in den vergangenen Jahren verdreifacht hätten. Immer wieder äußern Besucherinnen und Besucher ihre Freude über die "Entdeckung" einer Ordensunterkunft oder Begegnung: "Gott sei Dank habe ich das entdeckt."

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P. Franz Helm mit dem Plakat des Themenschwerpunktes #KulturÖffnet (©Thomas Winkelmüller)

Erstmals Frau an der "Klösterreich"-Spitze

Sr. Michaela Pfeiffer-Vogl, Generaloberin der Marienschwestern von Linz, ist seit Februar neue Präsidentin von "Klösterreich". Erstmals steht damit eine Frau an der Spitze des 1999 gegründeten Vereins, dem mittlerweile 23 Stifte, Klöster und Abteien angehören. Aufgabe von "Klösterreich" ist es, die kulturellen, touristischen und spirituellen Aktivitäten seiner Mitglieder zu präsentieren: vom Glockenspiel bis zum Kulturfrühstück, vom Pflanzenmarkt bis zur Theateraufführung, vom Nachtkonzert über Fastenkurs bis zur Auszeit bei "Kloster auf Zeit". "Klösterreich"-Mitglieder sind die Stifte Admont, Altenburg, Geras, Göttweig, Heiligenkreuz, Herzogenburg, Klosterneuburg, Kremsmünster, Lilienfeld, die Marienschwestern vom Karmel (Linz), die Stifte Melk, Rein, Schlägl, Seitenstetten, Stams, St. Florian, St. Lambrecht, St. Paul im Lavanttal, das Kloster Wernberg, Zwettl sowie in Deutschland die Abtei Waldsassen, in der Tschechischen Republik die Abtei Raigern/Rajhrad und in Ungarn die Erzabtei Pannonhalma.  Neu im "Klösterreich" ist seit heuer das Kärntner Benediktinerstift St. Paul. Wie dessen Vertreter Fr. Maximilian Tuschel bei der Pressekonferenz sagte, wollten auch die Benediktiner von St. Paul über die Kunst in ihrem Stift ein "Mehr" an ihre Gäste vermitteln. Die Kunst in Stiften sei kein Selbstzweck, sondern "in allem wird Gott verherrlicht", so Tuschel unter Verweis auf den hl. Benedikt. 

Website Klösterreich

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