Westindische Begegnungsreise auf den Spuren der Jesuiten

jesuiten indienAnfang Februar machte sich eine Gruppe gemeinsam mit P. Andreas Schermann auf, um Westindien auf den Spuren der Jesuitenmissionare zu erkunden. Kulturelle Highlights, genauso wie jesuitische Einrichtungen und Projekte standen auf der Agenda. Vor allem aber ging es darum, Land und Leute persönlich kennenzulernen.

9 Personen machten sich auf den Weg, Westindien zu erkunden. Es wurden neu errichtete sowie alte, aus dem Stein herausgehauene Tempelanlagen (Elephanta), eine Moschee (Moschea di Haji Ali) sowie das Prince Of Wales Museum besichtigt.

Natürlich ging es aber auch darum, jesuitische Einrichtungen kennenzulernen. So hatten P. Andreas Schermann und die Gruppe den Eindruck, dass im Xavier Institute of Engeneering hervorragende Arbeit geleistet wird, denn beinahe die Hälfte der Absolventen nimmt Jobs im Ausland, besonders den USA an. Das St. Xavier´s College bietet neben einer guten Ausbildung insbesondere Unterstützung für Studenten mit Sehbehinderung, oder wie dort gesagt wird, den „visually challenged students“.

In Pune besuchte die Gruppe das Papal Seminary der Theologisch-Philosophischen Fakultät der Jesuiten, dem größten theologischen Zentrum Indiens. Hier studieren etwa 1.000 Studenten, vor allem Priesteramtsanwärter und Ordensschwestern. Laientheologen sind in Indien so gut wie unbekannt, es gäbe keine Berufsaussichten für sie. Aufgefallen ist den Reisenden die Hauskapelle als gelungenes Beispiel für Inkulturation.

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(c) Ute Pichler

„Immer wieder konnten wir mit den einheimischen Jesuiten ins Gespräch kommen und so von den Hoffnungen und Sorgen erfahren und einen Eindruck davon gewinnen, was es heißt, als Mitglied der christlichen Minderheit in einem Vielvölkerstaat mit hunderten verschiedenen Sprachen zu leben. Berührend war auch die Begegnung mit P. Matthias Altrichter, der schon seit mehr als 50 Jahren als Missionar in Indien lebt und aus seinem Leben erzählte.“ erzählt Ute Pichler.

Letzte Station war Goa, ein Ort, der untrennbar mit dem großen Jesuitenmissionar Franz Xaver verbunden ist. Für die Gruppe war es ein Höhepunkt, am Grab des Heiligen einen Gottesdienst feiern zu können. So erlebten sie den Ort, der anderen eher als Partyziel ein Begriff ist, in ganz anderem Licht. Außerhalb von Goa beeindruckte besipielsweise eine Frauengruppe, die lokalen Frauengruppen zu Selbstbewusstsein, Bildung und wirtschaftlichem Aufschwung verhilft.

Ausführlicher Reisebericht der Jesuiten

(mp)

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