Sie wissen genau, was sie mit uns tun

S 20 Kaineder 120Die Digitalisierung verändert unser Leben, unsere Gesellschaft, unsere Wirtschaft, unsere Politik – und unseren Alltag. Sie hat Einfluss darauf, wie wir kommunizieren, wie wir einkaufen, wie wir unsere Bankgeschäfte erledigen. Ferdinand Kaineder, Leiter des Medienbüros der Ordensgemeinschaften, widmet im aktuellen Heft der ON Ordensnachrichten zum Schwerpunkt #FremdesBereichert sein „wachgerüttelt" diesem Thema.

Mehr als eine Milliarde Menschen ist in Indien bereits digital erfasst und eingescannt. Jedem Individuum wurde ein 12-stelliger Nummerncode zugewiesen und datenmäßig mit dem Iris-Scan und den Abdrücken der zehn Finger verknüpft. Diese biometrische Erfassung der Menschen hin auf die „totale Digitalisierung“ schreitet mit enormer Geschwindigkeit und beängstigender Selbstverständlichkeit voran.
Szenenwechsel. Wie überall im Netz hinterlassen wir auch bei Banküberweisungen charakteristische Spuren. Weil unsere digitalen Systeme immer öfter durch Hacker, Schwindler und Kriminelle ausgehebelt werden, beginnen Firmen uns zu „schützen“, ohne dass wir es wissen und überhaupt wahrnehmen. Die israelische Firma BioCatch kann aufgrund der Mausbewegung erkennen, ob es der Besitzer oder die Besitzerin des Bankkontos ist oder ein „digitaler Bankräuber oder Betrüger“. Diese Firma „weiß“ durch digitale Analyse, wie lang der Unterarm, wie beweglich die Hand, wie dick der Daumen, wie groß das Smartphone ist, ob ein Linkshänder mit starken Muskeln des Unterarmes die Maus bedient und wie geschickt und schnell auf Herausforderungen reagiert wird. 600 Faktoren hat diese Firma bei der Überwachung „berücksichtigt“.
Das digitale Netz weiß mehr über uns als wir selber. Daher: Ich verwende StartPage (www.startpage.com), um im Internet bei Suchanfragen keine Spuren zu hinterlassen. Außerdem bezahle ich wieder konsequenter mit Bargeld.

Foto: Wakolbinger  

[fk]

 

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