Basilika Wilten: Säkulumsfeier befasst sich mit Märtyrer P. Franz Reinisch

20170906 P Franz Reinisch 120Die traditionelle Säkulumsfeier in der Innsbrucker Basilika Wilten widmet sich heuer von 8. bis 10. September 2017 thematisch dem Leben und Wirken des Märtyrers P. Franz Reinisch. Der Pallottiner wurde vor genau 75 Jahren wegen der Verweigerung des Fahneneids von den Nationalsozialisten hingerichtet.

Erstmals nahm der Wiltener Pfarrgemeinderat die Anregung auf, das Säkulum nicht nur liturgisch zu begehen, sondern auch inhaltlich einen besonderen Akzent zu setzen. So steht heuer Pater Franz Reinisch im Zentrum der dreitägigen Andachtstage.

Den Start bildet am Freitag, den 8. September, um 17.30 Uhr die Eröffnung mit einer Filmpräsentation über Reinisch. Bei der dreitägigen Feier geht es darum, das Lebens- und Glaubensbeispiel des Priesters kennenzulernen und seine Botschaft ins Heute zu übersetzen.

Den Abschluss bildet am Sonntag, 10. September, um 19 Uhr die Pontifikalmesse, musikalisch gestaltet von der Capella Wilthinensis.

Antwalt des Friedens

Franz Reinisch feierte am 1. Juli 1928 in der Wiltener Pfarr- und Wallfahrtskirche seine Primiz. Der Pallottinerpater engagierte sich besonders für die Jugend. Auf sein Gewissen hörend legte er als einziger katholischer Priester den Fahneneid auf Adolf Hitler nicht ab und wurde am 21. August 1942 in Brandenburg bei Berlin von den Nationalsozialisten enthauptet.

Franz Reinisch wurde am 1. Februar 1903 in Feldkirch geboren. Schon einen Tag später wurde er getauft. Sein Vater Franz Reinisch, ein Finanzbeamter, wurde in Franz Reinischs Kinderzeit oft versetzt. So zog die Familie von Feldkirch nach Bozen, Bruneck und schließlich nach Innsbruck. Ab Herbst 1914 besuchte Franz Reinisch mit seinem Bruder Andreas das Gymnasium der Franziskaner in Hall in Tirol. Im Sommer 1922 legte Reinisch die Matura ab. Er begann am 28. September 1922 das Jurastudium an der Leopold-Franzens-Universität in Innsbruck. Ein Jahr später studierte er in Gerichtsmedizin. In dieser Zeit nahm er an vierwöchigen Exerzitien teil. Durch die Erlebnisse in der Hafenstadt und die Gedanken der Besinnungstage fasste er den Entschluss, Priester zu werden. In Innsbruck begann er im Herbst 1923 das Studium der Theologie und Philosophie. Mit 22 Jahren trat Reinisch in das Priesterseminar Brixen ein. Am 29. Juni 1928, wurde er im Innsbrucker Dom zum Priester geweiht. Noch im selben Jahr trat er am 3. November in das Pallottiner-Kloster Untermerzbach bei Bamberg ein.

Im Innsbrucker Stadtteil Wilten gibt es seit 1983 den Pater-Reinisch-Weg.

[rs]

 

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