Mensch - Kämpferin - Märtyrerin: Neue Website erinnert an die Ordensfrau Maria Restituta Kafka

Screenshot restituta 120Die  Franziskanerinnen von der christlichen Liebe (Hartmannschwestern) erinnern mit der neuen Website www.restituta.at an ihre 1943 hingerichtete Wiener Mitschwester und Märtyrerin Maria Restituta Kafka und bieten Informationen zum Leben und Wirken der Ordensfrau. Sie wurde 1998 von Papst Johannes Paul II seliggesprochen.

Neben Fotogalerien, Zeitzeugenberichten sowie Informationen über ihre Seligsprechung 1998  werden auch die zahlreichen Initiativen der Erinnerungsarbeit dargestellt, darunter die Dauerausstellung "Restituta - Glaube gegen NS-Gewalt" im Wiener Hartmannspital. Einen Schnelldurchlauf bietet eine "Timeline"-Funktion, die Schlaglichter auf Lebensstationen sowie die Wirkungsgeschichte der Ordensfrau bis heute bietet.
Interessierte können zudem den Vortrag "Kirche und Widerstand" von Historiker Heinz Arnberger sowie den Rundfunkvortrag der kommunistischen Parteifunktionärin Anni Haider, die eine Zellengenossin Sr. Restitutas war, nachlesen. Mehrere biografische Kurzprofile ermöglichen weitere Einblicke in das Leben der Ordensfrau.
Unter den Religionsbeiträgen finden sich anderem die Predigt von Papst Johannes Paul II. anlässlich der Seligsprechung Restitutas, Lieder und Hymnen über die Ordensfrau sowie die Gründungsgeschichte der Franziskanerinnen von der christlichen Liebe ("Hartmannschwestern"), denen Restituta angehörte. Auf zwei interaktiven Landkarten wird zudem dargestellt, wo sich welt- und österreichweit Gedenkzeichen an die Märtyrerin befinden. Auch einen Online-Minishop gibt es.

Helene Kafka,1894 in Hussowitz/Mähren geboren und in Wien aufgewachsen, war zunächst als Hilfskrankenpflegerin im "Kaiser-Jubiläums-Spital" - dem heutigen Krankenhaus Hietzing - tätig. Dort kam Kafka erstmals in Kontakt mit dem Krankenpflegeorden der Franziskanerinnen von der christlichen Liebe. 1914 trat sie dem Orden in der Wiener Hartmanngasse gegen den Willen der Eltern bei und nahm den Ordensnamen Maria Restituta an. Ab 1919 war sie dann am Krankenhaus Mödling als OP-Schwester tätig. Weil sie sich während der Zeit des Nationalsozialismus weigerte, Kreuze abzuhängen, und ein pazifistisches Soldatenlied vervielfältigte, wurde sie wegen "Feindbegünstigung und Vorbereitung zum Hochverrat" zum Tode verurteilt und am 30. März 1943 im Wiener Landesgericht hingerichtet. Am 21. Juni 1998 wurde sie von Papst Johannes Paul II. im Rahmen seines Österreich-Besuchs in Wien seliggesprochen. Sr. Resitituta ist die einzige von einem NS-Gericht zu Tode verurteilte Ordensfrau in Österreich. Im Wiener Stephansdom erinnert ein Bronzerelief des Bildhauers Alfred Hrdlicka an sie.

[hw]

 

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