Vatikan würdigt den weltweiten Einsatz von Ordensfrauen gegen Menschenhandel

frauenhandel 120Die katholische Kirche stehe an vorderster Front im Kampf gegen den Menschenhandel - und die Ordensfrauen seien mit ihrem Einsatz weltweit gegen diese moderne Sklaverei wichtig und unentbehrlich. Denn sie seien in ihrem Engagement glaubwürdig und genießen bei den Opfern Vertrauen, das Menschen, die verschleppt wurden oder Zwangsarbeit leisten müssten, in die Behörden längst verloren hätten. Das betonte der vatikanische Außenminister, Erzbischof Paul Gallagher, bei der UN-Vollversammlung am Dienstag (Ortszeit) in New York. In seiner Rede rief er zu einem effektiveren Kampf gegen Menschenhandel auf. In Österreich engagiert sich seit 2010 eine Gruppe von Ordensfrauen gegen Frauenhandel.

Papst Franziskus habe den Einsatz der Kirche gegen Sklaverei, Zwangsarbeit und Menschenhandel zu einem Hauptanliegen seines Pontifikates gemacht. Daher unterstützten der Heilige Stuhl und die katholische Kirche das Vorhaben eines entsprechenden weltweiten Aktionsplans, der in diesen Tagen in New York von den UN angenommen werden soll.
Das Ausmaß sogenannter "moderner Sklaverei" in aller Welt dokumentiert eine neue Studie von Internationaler Arbeitsorganisation (ILO), "Walk Free Foundation" und der Internationalen Organisation für Migration (OIM), die dieser Tage veröffentlicht wurde. Demnach wurden 2016 mehr als 40 Millionen Menschen weltweit Opfer der modernen Sklaverei. 25 Millionen Menschen müssen Zwangsarbeit leisten, 15 Millionen in einer Zwangsehe leben, berichtete der vatikanische Pressedienst "Fides" am Mittwoch unter Berufung auf die Untersuchung. Die Studie nennt auch Zahlen zur weltweiten Kinderarbeit. Demnach müssen 152 Millionen Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 5 und 17 Jahren arbeiten, um ihr Überleben zu sichern.
Der Ständige Vertreter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen, Erzbischof Ivan Jurkovic, hatte in seiner Ansprache zum Auftakt der UN-Vollversammlung in New York gemahnt, moderne Sklaverei "an der Wurzel" zu bekämpfen. "Die neuen Formen der Sklaverei müssen verboten werden, so wie die Sklaverei in der alten Welt abgeschafft wurde: indem eine neue Vision vom Menschen und seiner Würde zugrunde gelegt wird, und zwar bei der Gesetzgebung, in der Bildung und durch die Förderung eines Umdenkens", sagte der Vatikandiplomat.

[hw]

 

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