Geschichte

Eucharistiner (SSS)

ENTSTEHUNG

Der hl. Peter Julian Eymard (1811-1868), ein Franzose, ist der Stifter der Eucharistiner (Kongregation vom heiligsten Sakrament). Schon von Kindheit an fühlte er sich zum Altarssakrament hingezogen. Kurze Zeit war er Novize bei den Oblaten der Unbefleckten Empfängnis (OMI) und mußte krankheitshalber die Ordensgenossenschaft wieder verlassen. Er wurde Weltpriester und wirkte als Vikar und Pfarrer in mehreren Pfarreien. Er folgte dem Ruf zum Ordensleben und trat in die Kongregation der Maristen ein, wo er verantwortungsvolle Ämter bekleidete. Schon in dieser Periode gründete und leitete er verschiedene eucharistische Werke. Am 21. Jänner 1851, als er in der Marienwallfahrtskirche Fourvière in Lyon betete, wurde ihm eine Erleuchtung zuteil, in der er die Stimme der Gottesmutter und zugleich eine Einladung zu erkennen glaubte: "Jedes Geheimnis im Leben Jesu hat eine eigene Ordensgemeinschaft, die ihm auf besondere Weise geweiht ist, nur die Eucharistie, das erhabenste Geheimnis, hat keine." Es war für ihn ein großes Opfer, daß er sich zum Zweck der neuen Ordensgründung von den Maristen trennen mußte. Die anfänglichen Schwierigkeiten, die er mit erstaunlicher Geduld und Ergebenheit ertrug, zehrten seine Kräfte auf. Seine Kongregation gedeihte und breitete sich aus.

SENDUNG

Der hl. Peter Julian Eymard erkannte, daß die Eucharistie im kirchlichen Bereich und in der Frömmigkeit der Gläubigen nicht jenen Platz einnahm, der ihr gebührte. Sie wurde zuwenig verstanden und verehrt. Von der Feier, vom Empfang und von der Verehrung der Eucharistie versprach er sich Rettung und einen Ausweg aus der traurigen religiösen und sozialen Not seines Landes. Sein charismatischer Scharfblick ist auch heute in allen Ländern eine aktuelle Herausforderung für seine geistlichen Söhne.

AUFGABENBEREICH

Die Aussetzung des Allerheiligsten und die Anbetung: 1. Die Eucharistie leben: Die Hingabe Jesu, wie sie in der Eucharistie aufleuchtet, soll ihren Niederschlag finden in der radikalen Verwirklichung des Evangeliums, in der Weihe an Gott und im Einsatz für die Menschen. 2. Die Eucharistie verkünden: Die zentrale Bedeutung der Eucharistie im Heilswerk Christi soll aufgezeigt und im Lichte der Aussagen des Zweiten Vatikanischen Konzils dargelegt werden. 3. Die Eucharistie feiern: Der Pflege der Liturgie, die "Gipfel und Quelle" (Liturgie-Konstitution Nr. 10) ist, wird der Vorrang eingeräumt, damit die Gläubigen zu einer bewußten, aktiven, freudigen und fruchtbaren Teilnahme am Gottesdienst hingeführt werden können. 4. Die Eucharistie anbeten: Der Kult wird verstanden als eine unverzichtbare Antwort auf die Gegenwart des Herrn im sakramentalen Zeichen des Brotes und auf seine Liebe, von der sich die Eucharistiner gedrängt fühlen, die Menschen unserer Zeit zu einem intensiven Gebetsleben und zur Verehrung der Eucharistie anzuleiten. Im Sinne des hl. Peter Julian Eymard, der neben dem Dienst der eucharistischen Anbetung die religiöse Betreuung von Männern, die Vorbereitung von Kindern und Erwachsenen auf die Erstkommunion und die Seelsorge an Seelsorgern bevorzugte, arbeiten die Eucharistiner auf dem Gebiet des eucharistischen Apostolates und in allen Sparten der Seelsorge (Missionen, Pfarrseelsorge u. a.). Die Kongregation ist heute in allen Erdteilen (35 Nationen) vertreten, zählt über 1.100 Mitglieder (Priester und Brüder) und besitzt an die 136 Niederlassungen. Im deutschen Sprachraum befinden sich Klöster in der Bundesrepublik Deutschland (Düren, Ommerborn, Retzstadt), in Südtirol (Bozen, Meran) und in Österreich (Wien).

KONTAKTADRESSEN

Eucharistinerkloster Wien

1060 Wien Brückengasse 5
Tel. 01 / 597 81 17
Fax : DW 37
E-mail : Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Eucharistinerkloster Bozen

I-39100 Bozen, Sparkassenstraße 1
Tel. 0039 / 0471 / 97 46 75

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