Geschichte

Herz-Jesu-Priester (SCJ)

ENTSTEHUNG UND AUFGABE

Am Herz-Jesu-Fest 1878 gründete P. Leo Johannes Dehon (1843-1925) die Ordensgemeinschaft der Herz-Jesu-Priester. Als Kaplan in der französischen Arbeiterpfarrei St. Quentin war der promovierte Jurist und Theologe auf das soziale Elend des Volkes und auf den damit verbundenen Atheismus gestoßen. P. Dehon war überzeugt, daß den Menschen nichts notwendiger sei als der lebendige Glaube an die Liebe Christi, wenn unsere Gesellschaft friedlicher, freier und menschlicher werden sollte. Das Bemühen um soziale Gerechtigkeit und Brüderlichkeit war für Leo Dehon eine selbstverständliche Konsequenz aus der Botschaft von der Liebe Christi, die er besonders in der "durchbohrten Seite" des Herrn am Kreuz ausgedrückt fand (Herz-Jesu-Verehrung). Sein stetes Bemühen war: "Zu sühnen, indem man liebt, und zu lieben, indem man sühnt." Unsere Ordensgemeinschaft ist von ihrem Stifter nicht auf einen bestimmten Arbeitsbereich festgelegt, sondern sie soll versuchen, aus liebender Einsatzbereitschaft einen jeweils notwendigen Dienst am Gottesreich zu leisten - der also auch offen ist für den Anruf der Menschen unserer Zeit. Heute wirken rund 2.400 Mitglieder in vielen Ländern Europas, in Nord- und Südamerika, in Afrika und in Asien. Aufgeteilt ist die Gesamt-Kongregation in 22 Provinzen und 10 Regionen. Die deutsch-österreichische Ordensprovinz wurde schon 1911 gegründet.

GEISTLICHE AUSRICHTUNG

Wie der Stifter so "schöpfen auch die Herz-Jesu-Priester aus dem Herzen Christi den Geist der Liebe und der Sühne, der ihr missionarisches und soziales Apostolat beseelt". Mittelpunkt des religiösen und apostolischen Lebens ist die Vereinigung mit Christus, der dem Willen seines Vaters immer verfügbar war (Hebr 10,7) und durch seine Solidarität und Liebe zu den Menschen das Kommen des Reiches Gottes ankündigte. In der Nachfolge des Herrn wollen wir alle zur Verfügung stehen für den Dienst der Versöhnung unter den Menschen. Die "durchbohrte Seite" des Herrn am Kreuz ist auch für uns der tiefste Ausdruck der Liebe und Hingabe Jesu, der im religiösen und apostolischen Tun auch wirkend und fordernd vor uns steht. Patres und Brüder wollen trotz verschiedener Ausbildung und Fähigkeiten zusammenstehen in brüderlichem Zusammenleben und Zusammen-Arbeiten.

ARBEITSGEBIETE

Schwerpunkte unserer Arbeit sind: Seelsorge (Pfarren, Krankenhäuser, Wallfahrtsort usw.), Tätigkeit als Lehrer und Erzieher in ordenseigenen Gymnasien (mit Internat), Leitung von Exerzitien, Einkehrtagen und Erwachsenbildungs-Kursen, weiter Mission in der Republik Kongo, in Mosambique, Kamerun, Madagaskar, Indien, in den Philippinen, in Indonesien und Brasilien, Chile, Venezuela und Argentinien. Weitere - ausbaufähige - Arbeitsbereiche sehen wir im Schriftenapostolat und auch in der Sozialarbeit.

AUFNAHME UND AUSBILDUNG

Ausbildungsweg für Priesterkandidaten: Matura, ein Jahr Noviziat (Einführungszeit), sechs Jahre Philosophie und Theologie, je nach Interessenlage und Aufgabengebiet auch Spezialstudien. Für Brüder sollte beim Eintritt eine abgeschlossene Berufsausbildung vorhanden sein. Je nach Begabung, Neigung und Aufgabenfeld kann sich eine weitere Ausbildung anschließen. Brüder können in allen praktischen und verwaltungstechnischen, erzieherischen und pflegerischen Berufen tätig sein.

KONTAKTADRESSEN

Kloster der Herz-Jesu-Priester

1160 Wien Klausgasse 18
Tel. 01 / 492 41 49
Fax DW 16

Kloster der Herz-Jesu-Priester

2571 Altenmarkt-Thenneberg,
Hafnerberg 13
Tel. 02673 / 22 09
Fax DW 85
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

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