Geschichte

Kalasantiner

ENTSTEHUNG UND AUFGABE

Die Kongregation wurde 1889 vom Wiener Weltpriester Anton Maria Schwartz in Wien gegründet - unmittelbar vor der epochemachenden Sozialenzyklika Papst Leo XIII. Rerum novarum (1891).

Die seelische und soziale Not der Lehrlinge in der Großstadt war das auslösende Moment für seine Berufung zum Ordensgründer. Der ehemalige Piaristen-Kleriker - er war auf Wunsch der Ordensleitung ausgetreten, da diese während des damaligen Kulturkampfes am Fortbestand der eigenen Gemeinschaft zweifelte - rief die "Kongregation der christlichen Arbeiter vom heiligen Josef Kalasanz" ins Leben, um bei den Arbeitern die Seelsorge auszuüben und ihnen auch mit sozialen Einrichtungen zu dienen. Diesem Auftrag versuchte er durch Erziehung der Kinder in Horten und Oratorien, der Lehrlingsjugend in Heimen und ebenfalls in Oratorien sowie durch Erteilung des Religionsunterrichtes in Grund- und Berufsschulen gerecht zu werden. Die Gemeinschaft sollte darüber hinaus offen bleiben, an jeder Form der Arbeiter- und besonders der Jugendarbeiterseelsorge mitzuwirken - sei es in den verschiedenen Arbeiter- und Jugendbewegungen oder durch Übernahme von Pfarren in Arbeitervierteln der Städte.

EINSATZBEREICHE

Es sind drei Bereiche, in denen Kalasantiner wirken:

1. Die Mitarbeit in der diözesan getragenen Arbeiterseelsorge sowie die Suche nach neuen Wegen und Formen, Kirche mit und unter den Arbeitern entstehen zu lassen. Religionsunterricht in Berufsschulen und außerschulische Seelsorge.

2. Jugendevangelisation in verschiedener Form: Straßenmission, Wochenendtreffen, Lager, Wallfahrten etc. Dieses Wirken geschieht großteils in Zusammenarbeit mit den "Schwestern der Jüngersuche", einer uns ab 1996 angegliederten Gemeinschaft. Gebet und Apostolat, Berufsheiligung und einfaches Leben sind Schwerpunkte unseres Wirkens in allen Bereichen (Familie, Beruf, Gesellschaft).

3. Die Leitung von Pfarren, in denen die ersten beiden Bereiche einen Ort haben.

LEBENSFORM

Die Situation unserer Gesellschaft im allgemeinen, aber auch die stark in die Seelsorge und zum Apostolat drängende Tätigkeit unserer Kongregation im besonderen machen Verinnerlichung und Gemeinschaft lebensnotwendig. So gehören täglich etwa vier Stunden dem gemeinsamen Gebet. Aus diesem Gemeinschaftsleben heraus können die Dienste des Priesters und Bruders fruchtbar geleistet werden. Schließlich ist es etwas Selbstverständliches, das unser gemeinsames Leben formt: der Wunsch und das Bemühen, einander am Glaubensleben, an der eigenen Lebens- und Gotteserfahrung teilhaben zu lassen.

AUFNAHME UND AUSBILDUNG

Voraussetzung für die Aufnahme eines Kandidaten ist die Sehnsucht nach einer tiefen Beziehung zu Jesus und der Wunsch, ihm als sein Jünger nachzufolgen, die Bereitschaft, in Gemeinschaft zu leben und die Versprechen der Armut, Ehelosigkeit und des Gehorsams abzulegen, sowie die Bejahung der Aufgaben, Ziele und der Lebensform der Kongregation. Die theologische Ausbildung der Priester erfolgt auf der Universität (z. Z. in Wien), die Einführung in den Einsatz sowie die Ausbildung der Brüder in der Gemeinschaft. Die Kalasantiner sind eine sehr kleine Familie: derzeit 42 Mitglieder.

KONTAKTADRESSEN

Generalat der Kalasantiner

1150 Wien,
Pater Schwartz-Gasse 8

Tel. 01 / 892 03 04
Fax 893 43 72

 

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Freiwilliges Ordensjahr in Österreich

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