Geschichte

Kamillianer (OSCam)

ENTSTEHUNG

Der Kamillianerorden ist eine religiöse Gemeinschaft von Gleichgesinnten, die sich berufen wissen, Christus in seiner Liebe zu den Leidenden nachzufolgen. Sein Gründer, der hl. Kamillus (1550-1614), ist nach einer bewegten Soldatenlaufbahn als Spätberufener von Gott ganz eigene Wege geführt worden, so daß er die Not des Krankseins und Leidens am eigenen Leibe erleben und bei anderen beobachten konnte. Um die verheerenden Mißstände in den Krankenhäusern zu beheben und um den Kranken in christlicher Liebe zu dienen, schloß er sich mit Gleichgesinnten zusammen, woraus schließlich der Orden der "Diener der Kranken" entstand. So ist die Ursprungsgeschichte des Ordens geprägt von der Hinwendung zu den kn und Behinderten, zu den von ansteckenden Krankheiten Befallenen und Sterbenden, zu den Hungernden, Armen und Verwahrlosten.

DIE STÄRKE DES ORDENS LIEGT

- in der klaren Linie der Nachfolge Christi in seiner Liebe zu den Leidenden: Die religiöse Mitte wird gelebt in Gebet und Meditation und Entfaltung einer Spiritualität, die über das persönliche Interesse hinaus auch in Helferkreisen wie in der "Kamillianischen Familie" vertieft und praktiziert wird.

- in der Partnerschaft mit den Kranken: Der Kranke steht im Mittelpunkt unseres Interesses. Glaube ist nur vorhanden, wenn er sich in konkreten Werken der Nächstenliebe auswirkt. Hier wird Kirche an der Basis lebendig.

- in der beweglichen Gruppe mit dem Mut das frischen Zupackens. Seit eh und je sind die Kamillianer in Krisensituationen helfend eingesprungen. Jede/r Kranke, Leidende und Sterbende befindet sich in einer Krise, in der er/sie individuelle Hilfe braucht.

- in der lebendigen Gemeinschaft mit dem neuen Lebensstil, den Kamillus mit seinen Gefährten entwickelt hat: Sie wohnen zusammen, kümmern sich um gemeinsame Belange, pflegen täglich Kommunikation und Erfahrungsaustausch, planen und verrichten miteinander die Arbeit und kümmern, sich gemeinsam um entsprechende fachliche Weiterbildung.

EINSATZGEBIETE

Konkret stehen die meisten Mitglieder der österreichischen Provinz im direkten Dienst in der Krankenhaus- und Altenseelsorge in Wien, Salzburg und Wels. Außerdem wird in modernen Formen des Apostolates für Behinderte, Blinde und Leidende aller Art sowie deren berufliche und ehrenamtliche HelferInnen gearbeitet. Spezialgebiete wie diözesane Referate der Krankenseelsorge, Arbeitsgemeinschaft der Katholischen Krankenanstalten und Ausbildung von hauptamtlichen SeelsorgerInnen und ehrenamtlichen HelfernInnen in der Seelsorge werden von Kamillianern betreut bzw. sie sind dort engagiert. Seit einigen Jahren (1995) besteht in Nyiregyháza in Ostungarn ein Kloster der österreichischen Kamillianer als Ausbildungsstätte für den ungarisch-sprechenden Ordensnachwuchs von Ungarn, Rumänien und Serbien. Zugleich ist es Zentrum einer umfassenden Kranken- und Behindertenseelsorge und Sozialarbeit durch die Kamillianer und die vielen Mitglieder der "Kamillianischen Familien" in diesen Ländern. Auch in der Mission wirken die Kamillianer in allen Kontinenten, um dort das einheimische Gesundheitswesen aufzubauen. Aus der österreichischen Provinz sind zwei Mitbrüder in der "Dritten Welt" im Einsatz.

AUFNAHME UND AUSBILDUNG

Wer die Eignung und Neigung für eine solche Berufung hat, kann die Spiritualität und Arbeit der Kamillianer kennenlernen durch Mitleben in einer Gemeinschaft oder bei entsprechenden Veranstaltungen für die Leidenden und deren Helfer. Entsprechend den Fähigkeiten und Interessen des einzelnen erfolgt die Ausbildung in den ordensspezifischen Aufgaben. Parallel dazu geht die ordensinterne Ausbildung. Nach einer angemessenen Zeit des gegenseitigen Kennenlernens beginnt das Noviziat, wo die religiöse Grundlage für die persönliche Berufung, für das Leben in der Gemeinschaft und für den Dienst an den Leidenden gelegt und vertieft wird. Danach wird die Einübung ins kamillianische Ordensleben fortgeführt und gleichzeitig die fachliche Ausbildung und die Einführung in das jeweilige Arbeitsgebiet vorgenommen.

KONTAKTADRESSEN

Provinzialat der Kamillianer

1130 Wien, Versorgungsheimstraße 72

Tel. 01/804 61 41-0
Fax 01/804 61 41-30


Krankenhauspfarre St. Johannes am Landeskrankenhaus Salzburg

5020 Salzburg, Müllner Hauptstraße 48

Tel. 0662 / 44 82-4540,
Fax DW 4539


IBG
Institut für Bildung im Gesundheitsdienst

Linzer Straße 19
4701 Bad Schallerbach
Tel 07249/42888
Fax 07249/42888-40
WWW: www.ibg-bildung.at
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

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