Geschichte

Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria (OMI)

ENTSTEHUNG UND AUFGABE

Eugen von Mazenod (1782-1861) erlebte zu Beginn des 19. Jahrhunderts die große Not der Kirche nach der Französischen Revolution. Einziger Sohn einer adeligen Familie, entscheidet er sich für das Priestertum und gründet 1816 eine Gemeinschaft, um wirksamer der Gaubensnot der Menschen begegnen zu können. Gegen den Widerstand bürgerlicher Kreise predigt er in seiner Geburtstadt Aix en Provence und in Marseille im Dialekt für Dienstmägde und Hafenarbeiter. Sein Wahlspruch "Den Armen die Frohbotschaft zu verkünden, hat mich der Herr gesandt" bleibt für uns Ziel und Herausforderung. Im Jahr 1826 bestätigt der Papst die Gemeinschaft als Orden und gibt ihr den Namen "Oblaten (Geweihte) der Makellosen Jungfrau Maria". Eugen von Mazenod, der 1975 selig- und 1995 heiliggesprochen wurde, blickte aber auch über Frankreich hinaus auf die Weltkirche. So war er bereit, von der zunächst kleinen Schar der Mitbrüder Missionare nach Kanada, Ceylon (Sri Lanka), Afrika (der "Vater der Basothos" P. Joseph Gérard wurde 1988 seliggesprochen) zu senden. Auch als er Bischof von Marseille wurde, blieb er eng mit seiner Ordensgemeinschaft verbunden.

OBLATEN IN ALLER WELT

4.700 Oblaten - Patres und Brüder - sind in allen Erdteilen tätig (davon 43 Bischöfe). Besonders wurde bekannt die "Eismission" bei den Indianern und Eskimos im Hohen Norden Kanadas. P. Paul Schulte gründete die MIVA (wohlbekannt in Österreich z. B. durch die "Christophorusaktion"), um moderne Verkehrsmittel zur Verfügung zu stellen.

OBLATEN IN ÖSTERREICH

Nach Auflösung der tschechischen Ordensprovinz wurde nach dem Zweiten Weltkrieg die österreichische gegründet. Obwohl wir in Österreich nur wenige sind, gehen wir doch vielfältigen Aufgaben nach. So betreuen wir seit 1969 den bekannten Wallfahrtsort Maria Taferl. Pfarrseelsorge haben wir in neuentstandenen Pfarren übernommen, so in Wien-Unterheiligenstadt, Gmünd II/NÖ., Steyr-Münichholz, Steyr-Resthof. Glaubenserneuerung und Glaubensvertiefung (z. B. Exerzitien) gehören ebenfalls zu unseren Aufgaben sowie auch Krankenseelsorge. Nach dem Fall des "Eisernen Vorhangs", der "Wende", wollten wir auch der Kirche in Tschechien zu Hilfe kommen. So wirken jetzt Patres in einer Pfarre in Kromeriz (Kremsier), Diözese Olmütz, am Wallfahrtsort Tabor-Klokoty und in der Pfarre Ceske Velenice, Diözese Budweis. In unserem Kloster in Wien XIII. wird die weltweite Tätigkeit der Oblaten deutlich. Das "Marianische Missionswerk" informiert über die Mission (u. a. durch die Zeitschrift Der Weinberg) und unterstützt großherzig die vielfältige Arbeit der Missionare.

KONTAKTADRESSEN

Provinzialat

1194 Wien,
Postfach 5,
Püchlgasse 12

Tel. +43 1 / 368 33 35-0,
Fax DW 22

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Freiwilliges Ordensjahr in Österreich

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