Geschichte

St. Johannes-Gemeinschaft (FJ)

ENTSTEHUNG

Es begann im Jahr 1975 an der Universität Fribourg (Schweiz), als einige Studenten sich zu einem Gemeinschaftsleben zusammenschlossen.

Sie baten ihren Philosophieprofessor P. Marie-Dominique Philippe, einen Dominikaner, sie über ihr Studium hinaus spirituell zu begleiten.

An eine Neugründung war zunächst nicht gedacht.

Marthe Robin, die Mystikerin aus Châteauneuf-de-Galaure, war dabei von entscheidendem Einfluß - wie auch die meisten anderen neuen Gemeinschaften in Frankreich von ihr inspiriert worden waren.

Am 8. Dezember 1975 weihten sich sieben Brüder zusammen mit P. Philippe der Gottesmutter.

Dieses Ereignis wird als Gründungstag angesehen.

Am selben Tag veröffentlichte Papst Paul VI. das Apostolische Schreiben "Evangelii nuntiandi" über die Evangelisierung in der Welt von heute.

Dieser Aufruf stimmte zutiefst mit dem überein, was die Brüder zu leben beabsichtigten.

So entstand 1976 aus der gemeinsamen Lektüre von "Evangelii nuntiandi" ihre Lebensregel.

Zunächst wurden die Brüder als Oblaten der Zisterzienserabtei von Lérins angegliedert, der sie ihre monastischen Wurzeln verdanken. Daraus entwickelte sich eine monastische Lebensform in der Verbindung von Kontemplation und Aktion. Parallel zu den Brüdern entstanden auch eine kontemplative und eine apostolische Schwesternkongregation.

Im Jahre 1986 erhielt die Gemeinschaft den kirchenrechtlichen Status als Kongregation diözesanen Rechtes. Sie untersteht dem Bischof von Autun (Frankreich), in dessen Diözese sich das Mutterhaus befindet.

Auf Wunsch der Bischöfe wurden weltweit zahlreiche andere Priorate gegründet.

Heute umfaßt die Kongregation mehr als 50 Niederlassungen, darunter Missionshäuser in Afrika, Asien und Amerika. Inzwischen ist die Ordensfamilie auf etwa 500 Brüder (davon ca. 170 Priester) aus über 30 verschiedenen Ländern angewachsen.

Die Gründung in Österreich erfolgte 1994.

GEIST UND LEBENSFORM

Der geistliche Vater der Gemeinschaft in der Nachfolge Jesu ist der hl. Johannes. Dieser war der erste, der unter dem Kreuz Maria als Mutter empfangen durfte.

Die hl. Eucharistie und Maria sind die Quellen seiner innigen Nächstenliebe.

In der Einheit von Nächstenliebe und Kontemplation wurzelt das Geheimnis seiner Heiligkeit.

Daher ist für die Brüder das Gemeinschaftsleben in der Verbindung mit dem stillen Gebet, der Anbetung und der Eucharistie von großer Wichtigkeit.

Ebenso steht die Wahrheitssuche durch intensives philosophisches und theologisches Studium im Dienste dieser Einheit.

Die Brüder legen die Gelübde der Armut, der Keuschheit und des Gehorsams ab. Sie leben unter der Leitung eines Priors, der gewählt wird.

Das Apostolat der Gemeinschaft ist vielfältig, je nach den Erfordernissen der Ortskirchen und den Anfragen der Bischöfe.

Die Lehr- und Predigttätigkeit ist jedoch ein Hauptanliegen. Daher wird großer Wert auf die "Johannesschule" gelegt, in der philosophische und theologische Kurse sowie Exerzitien angeboten werden.

Die Jugendarbeit ist ein weiterer Schwerpunkt.

AUSBILDUNG

Auf das Postulat folgt ein 18-monatiges Noviziat, das mit den zeitlichen Gelübden endet.

Das Studium beginnt bereits im Noviziat im ordenseigenen Institut der Johannesschule.

Während der Zeit der einfachen Profeß wird als Einführung in das apostolische Leben ein Praktikum in einem der Priorate gemacht.

Danach ist die endgültige Bindung an die Gemeinschaft durch die ewigen Gelübde möglich.

Nach Abschluß der Ausbildung werden viele Brüder zum Weihepriestertum gerufen.

KONTAKTADRESSEN

Priorat Maria Königin

2293 Marchegg,
Hauptplatz 24

Tel.: 02285 / 73 60,
Fax: 02285 / 62 74

 

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