Klostergärten sind Sommerparadiese

20170621 klostergearten 01 120Gerade an heißen Sommertagen sind viele Klostergärten Oasen der Erfrischung und der Ruhe. Und bieten dazu die eine oder andere Überraschung in kultureller oder kulinarischer Hinsicht. Hier stellen sich einige Sommerhighlights vor.

Das beste Beispiel ist der Historische Hofgarten des Stifts Seitenstetten. Gerade sind die Gartentage 2017 vorbeigegangen, an denen mehr als 11.000 Besucher durch den Stiftsgarten lustwandelten. Aussteller aus den verschiedensten Ländern Europas präsentierten Pflanzenraritäten, Kräuter, Stauden, Gemüsepflanzen, Gartendekoration, Kulinarisches und vieles mehr. Nachdem im Historischen Hofgarten nun wieder die Ruhe Einkehr hält, freuen sich die Seitenstettner schon auf die nächsten tollen Veranstaltungen, das Dinner im Hofgarten am 9.7. und die Vollmondnacht am 7.8.2017.

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Stift Lambrecht: Garten des Heile(n)s

Seit 1. Juli 2004 liegt die Pflege des 3,5 ha große Garten des Stifts Lambrecht in den Händen des Sozialen Arbeitsprojekts domenico, das Langzeitarbeitslosen unter die Arme greift. Das ist eine Win-Win-Situation: Der Stiftsgarten wird wieder mit Leben erfüllt; als Nutz-, Schau- und Erlebnisgarten ist er eine touristische Attraktion im Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen, die zum Verweilen, Meditieren oder einfach zum Genießen einlädt.

Die MitarbeiterInnen wiederum verspüren SINN im Zuge ihrer Arbeit beim Bepflanzen und Pflegen der Gartenanlage, beim Ernten und Verarbeiten von Gemüse und von Tee-, Heil- und Gewürzkräutern und schließlich beim Verkauf der selbst erzeugten Produkte. Seit 2011 besteht zudem eine enge Kooperation mit Arche Noah - Gesellschaft für die Erhaltung der Kulturpflanzenvielfalt und ihre Entwicklung.

Altenburger Gartenwelt

Die Gartenanlagen im und um das Stift Altenburg - Schöpfungsgarten, Apothekergarten, Kreuzganggarten, der große „Garten der Religionen“ sowie der „Garten der Stille“ - wurden in den letzten Jahren liebevoll neu angelegt. Jeder Garten hat ein anderes theologisches Thema zum Inhalt, allen gemeinsam ist die Pflege nach den Kriterien von "Natur im Garten". Entdecken Sie die Schönheiten der Natur im Wechsel der Jahreszeiten immer wieder neu.

Lilienfeld: Vom Tier- zum Stiftsgarten

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der ehemalige Tiergarten des Stifts Lilienfeld in eine Parkanlage mit exotischen Gehölzen umgewandelt. die Anlage besonders der Erholung der Konventualen dienen. Für uns spiegelt sie heute in besonderer Weise den Zeitgeist des frühen 19. Jahrhunderts wider. Genug der strengen geometrischen Formen des Barock sollten die neu angelegten Landschaftsgärten mit ihren Serpentinenwegen, Bachläufen, Tümpeln und den architektonischen Einbauten ein idealistisches Bild der Natur abgeben und die in der weiten Welt entdeckte Vielfalt nach Hause bringen. Heute ist der Lilienfelder Stiftspark ganzjährig frei zugänglich und ein mit dem goldenen Igel ausgezeichneter Schaugarten des "Natur im Garten" Netzwerks.

Stift Zwettl: Blühende Lebensfreude

Stifts Zwettl trifft in den Gärten auf blühende Lebensfreude. In den Terrassengärten an der Südseite fühlen sich auch im raueren Klima des Waldviertels Pfirsiche und Kräuter wohl. In den Prälatengarten kann man im Café in der Orangerie den einzigartigen Blick auf den Stiftsturm genießen. Das stille Kreuzgärtlein schließlich erinnert an die sieben Tage der Schöpfung und versinnbildlicht das Paradies.

Stiftspark Melk: Streben nach Schönerem

Die Gartenanlage des Stiftes Melk stellt einen wesentlichen Teil der gesamten Barockanlage dar. Diese ist eine symmetrische Symbiose von Stiftsgebäude und Außenanlage. Der Stiftspark zeigt, wie in über 250 Jahren durch das Zusammenwirken von natürlichen und geistigen Ebenen ein Lebensraum entstanden ist, der in seinen vielfältigen Erscheinungen stets das Streben nach Schönerem ausdrückt. Vorbilder - und somit prägend - für die Gartenanlage des Stiftes waren die gartenästhetischen Strömungen des Barocks sowie des englischen Landschaftsgartens - sie bestimmen auch heute noch ihren Charakter.

Besondere Highlights im Park: barocker Pavillon mit Fresken von Johann Wenzel Bergl, 250 Jahre alte Linden, ein meditativ gestalteter Benediktusweg, das Paradiesgärtlein (nach Vorgaben des Abtes Walahfrid Strabo neu bepflanzt), und vieles mehr.

Klostergarten Wernberg: Schätze der Natur

Im Kräutergarten des Kloster Wernberg finden sich verschiedenste Schätze der Natur. Getreu einer alten Tradition, haben die Ordensschwestern in einem Teil des großen Gemüsegartens einen Kräutergarten angelegt. Klöster sind schon seit vielen Jahrhunderten Übermittler von Wissen über die heilsame Wirkung der Natur. Führungen können nach Schwerpunkten ausgesucht werden.

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