Zwischen Paradies und Sintflut: Ökumenische Sommerakademie ist voller Erfolg

sommerakademie2017 120Gärten in der Wüste ist der Titel der 10. ökumenischen Sommerakademie im Stift Kremsmünster. Diskutiert werden der oft gedankenlose Umgang mit der Schöpfung aber auch der oft fatale Lebensstil in unseren Breitengraden und seine Folgen. Sowohl in Österreich als auch international engagieren sich seit langer Zeit Mitglieder und führende Persönlichkeiten der Kirchen für ökologische Fragen.

 Inspiriert von der diesjährigen Landesgartenschau rückt der Garten dieses Mal ins Zentrum der akademischen Diskussionen. Vertrieben aus dem Paradies würden Menschen die ihnen anvertraute Schöpfung in immer kürzerer Zeit vernichten. Doch wurden Umweltthemen von den Kirchen nicht bisher vernachlässigt fragt der ORF Teilnehmer der Konferenz für die Sendung Oberösterreich Heute.
„ Ja die Kirche war vermutlich mit anderen Dingen beschäftigt, heute ist man sich sehr wohl der großen Verantwortung, die der Mensch für die Natur und die Schöpfung hat bewusst, sagt Elisabeth Birnbaum, design. Direktorin des katholischen Bibelwerks.

Michael Rosenberger, Moraltheologe ist der Ansicht dass es letztlich ja um ein Geschenk des Schöpfers an uns gehe, „er vertraut uns die Erde als eine Leihgabe zu treuen an, mit der es gut umzugehen gilt und wenn man etwas geliehen bekommt, dann geht man damit normalerweise besonders sorgsam um. Spiritualität kann uns also helfen, diese Sorgsamkeit im Umgang mit der Schöpfung zu lernen.“
Helmut Obermayr, Initiator der Ökumenischen Sommerakademie weiß, dass die Frage noch immer hochaktuell ist, wie wir als Gesellschaft dazu stehen, wie wir es schaffen und was die Religionen tun können, um die Umkehr zu beschleunigen.


Die geladenen Naturwissenschaftler der Konferenz pochen darauf, dass es nicht 5vor12 sondern schon viel später sei.
Helga Kromp-Kolb, Klimatologin an der Universität für Bodenkultur Wien ermuntert: „Vieles was der Einzelne und die Einzelne tun kann, ist im Wesentlichen mit viel weniger auszukommen. Also genügsamer sein. Das passt sehr gut in das Bild der meisten Glaubensgemeinschaften. Das kann bedeuten dass es mehr Glück gibt, mehr Zufriedenheit gibt. Also es ist nicht ein Verzicht im klassischen Sinne.“
Landeshauptmann Stelzer appelliert in seiner Eröffnungsrede zu fairem Handel, intensiverer Entwicklungshilfe und zum überfälligen Schwenk in Richtung erneuerbare Energien.


Noch bis Freitag steht in Kremsmünster die Schöpfungsethik zwischen Wunsch und Wirklichkeit am Programm.

Ausführliche Berichte auf der Website der Diözese Linz

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