Erfahrung bildet: Erfahrungsräume sind Basis für langlebiges Lernen und Wissen

20170905 PK ErfahrungBildet ms 3 120In einem Pressegespräch haben der Leiter des Bereiches Bildung und Ordensschulen der Ordensgemeinschaften in Österreich Rudolf Luftensteiner, die Leiterin der NMS der Franziskanerinnen in Wels Doris Neuhofer und die Oberin der Ursulinen in Graz Sr. Andrea Eberhart den Themenfokus #ErfahrungBildet ausgelotet. Mit einem Video wurde das Prinzip Ordensschule beispielhaft in Wels im Vorfeld eingefangen.

Highlights des Pressegesprächs hier im Video

Schülerinnen und Schüler der Neuen Mittelschule (NMS) der Franziskanerinnen Wels haben die Kindergartenkindern Zeit geschenkt - und damit den Kindergartenkindern und sich selber eine wichtige Erfahrung ermöglicht. Was das eingespielte Video ins Bild brachte, erläuterte anschließend Doris Neuhofer, Schulleiterin der NMS der Franziskanerinnen Wels. „Als Ordensschule versuchen wir,  Erfahrungsräume zu schaffen, in denen Kinder involviert und berührt werden.“ Wenn etwas nur auswendig gelernt wird, ist es schnell vergessen. Es brauche zu den inhaltlichen Inputs Praxiserfahrung wie z.B. so einen Zeitschenktag, die Begegnung zwischen großen und keinen Kindern, die Begegnung mit Großeltern und Zeitzeugen, Exkursionen. Und es brauche Nachhaltigkeit – nicht nur als ökologische Schule, sondern „auf allen Ebenen“. Zeit zu haben um zu spielen, Zeit zu haben um hinaus zu gehen, Zeit für ein Miteinander. „Die Schülerinnen und Schüler sollen die Möglichkeit haben, in diesen vier Jahren in der NMS ein Stück weit herauszufinden, wer bin ich denn eigentlich, wo möchte ich hin, welche Talente habe ich, wo liegen meine Schwächen und wie kann ich mit Fehlern umgehen lernen.“ 

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Pressegespräch im Quo Vadis (Foto in Druckqualität)

Bildung in allen Facetten

„Auf Erfahrungsräume setzen in ihrem Bildungsangebot auch die Ursulinen in Graz seit 330 Jahren“, betonte Sr. Andrea Eberhart, Oberin des Konventes und Obfrau des Schulvereins der Grazer Ursulinen. Schon der Gründerin des Ordens, Angela Merici, sei es darum gegangen, „Menschen – zunächst vor allem Mädchen -  zu befähigen, selbstständig zu werden und Bildung in allen Facetten zu erlangen“. Deshalb fördern die Ursulinen seit jeher jene Erfahrungsbereiche, die motivierend wirken. Im musischen Bereich durch Chöre, Bands und Musikschule, Theater spielt eine große Rolle, da es die Entwicklung und das Auftreten der jungen Menschen fördert, im Sportbereich, wo vor allem die Freude an der Bewegung vermittelt und in den schulischen  Alltag integriert wird und in sozialen Projekten durch Projektpartner z. B. in Botswana, Guatemala, Thailand und Indien oder durch das Projekt „Compassion“, das SchülerInnen in Altenheime, Behinderteneinrichtungen, Asylzentren oder in Einrichtungen der Caritas führt.

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vlnr: Doris Neuhofer, Sr. Andrea Eberhart, Rudolf Luftensteiner  (Foto in Druckqualität)

Orden glauben an die Zukunft der Ordensschulen

„Wir brauchen  die Ordensschulen“, stellte Rudolf Luftensteiner, Leiter des Bildungsreferates der Ordensgemeinschaften klar. Nicht nur weil innerhalb der katholischen Schulen die Gruppe der Ordensschulen die bei weitem größte Gruppe mit rund 50.000 Kindern und Jugendlichen und 234 Schulen sei und somit Orden rund 70% der Katholischen Schulen in unserem Land führten. In der Gruppe der Ordensschulvereine und der Katholischen Schulen im Gesamt sei die Vereinigung der Ordensschulen Österreichs (VOSÖ) - 13 Standorte von 11 unterschiedlichen Ordensgemeinschaften, insgesamt 45 Bildungseinrichtungen, davon 27 Schulen, mit  rund 8.500 Kindern und Jugendlichen - inzwischen zum größten privaten Schulerhalter gewachsen. „Umfassende Bildung ist die Stärke der Ordensschulen, versicherte Luftensteiner. Nicht nur auf Ausbildung, die zwar wichtig, aber immer zweckorientiert sei, sondern auf Bildung, die sinnorientiert sei,  komme es den Ordensschulen an. Nicht nur um einen Lernstoff im Sinne von  Vokabeln gehe es, sondern auch um soziale Kompetenz und emotionales Lernen, um die Stärkung von Resilienz, um die Auseinandersetzung mit Fragen um Sinn und Ziel des Lebens. „Es geht um eine ganzheitliche Sicht von Bildung. Das liegt ganz in der Tradition der Orden. Dazu gehört auch die eine tiefe Achtung und Wertschätzung der Schöpfung.“ Es seien gut investierte Ressourcen, wenn Ordensschulen als öffentliche Schulen Unterstützung bekämen. Luftensteiner abschließend: „Ordensschulen sehen wir – ohne gleich überheblich zu sein – als Leuchttürme einer Bildung in die Zukunft.“

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Das Plakat begleitet den Themenfokus #ErfahrungBildet (Foto in Druckqualität)

Hier finden Sie die Statements in den Presseunterlagen

Fotos vom Pressegespräch Druckqualität (alle Fotos: Magdalena Schauer, Medienbüro [msc])

Hier sehen Sie das Video das zu Beginn der Pressekonferenz gezeigt wurde: Über das Prinzip Ordensschule bei den Franziskanerinnen Wels. 

 

Hier sehen Sie die gesamte Pressekonferenz in voller Länge

[hw, fk, videos: msc] 

 

Weitere Links zu #ErfahrungBildet:

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