Ersatz für den Zivildienst bei Voluntariat bewegt

Volontariat bewegt Sendungsfeier Februar 3 2018 120Dreizehn junge ÖsterreicherInnen starten demnächst ihr Sozialjahr im Ausland über Voluntariat bewegt. Die Anmeldung für die Ausreise im Sommer 2018 ist noch möglich bis 20. Feber 2018. #ErfahrungBildet

Zwölf junge Männer und eine junge Frau feierten am vergangenen Samstag im Wiener Salesianum den Abschluss einer intensiven 6-monatigen Vorbereitungszeit auf ihren freiwilligen Auslandsdienst. In wenigen Wochen reisen sie in Don Bosco-Sozialprojekte in Afrika, Asien oder Lateinamerika. In Kinderheimen, Schulen oder Jugendzentren werden sie Freizeitangebote gestalten, Schüler beim Lernen unterstützen oder im Unterricht mithelfen. „Volontariat bewegt“ wickelt die Einsätze als Entsendeorganisation ab. Unterstützt wird das Programm insbesondere von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit und dem Sozialministerium.

Nur eine junge Frau unter 13 Volontären

Unter den 13 angehenden Freiwilligen ist nur eine Volontärin. „Das ist eine Premiere! In der Vergangenheit war das Verhältnis zwischen weiblichen und männlichen Volontären immer ausgeglichen“, sagt Johannes Ruppacher, Geschäftsführer von Volontariat bewegt. Hintergrund: Der Freiwilligendienst im Ausland ist auch als Zivildienst anrechenbar. „Junge Burschen müssen ohnehin einen Wehr- oder Zivildienst leisten, ob im In- oder Ausland. Da fällt die Entscheidung für einen Auslandseinsatz natürlich leicht“, so Ruppacher. Junge Frauen, die eine Auszeit zwischen Schule und Studium planen, überlegen länger, denn ein Freiwilligeneinsatz mit Volontariat bewegt dauerte bislang ein ganzes Jahr.

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In Vorfreude auf den Auslandseinsatz mit Volontariat bewegt mit P. Petrus Obermüller (Provinzial der Salesianer Don Boscos, 2. Reihe ganz links) und Johannes Ruppacher (Geschäftsführer von Volontariat bewegt, 2. Reihe, 2. von links) 

Laufende Aufnahmeprüfungen an Unis sind Hürde für Auslandseinsatz

Für die neuerdings geringe Anzahl von Interessentinnen gibt es noch eine Erklärung: Bereits jetzt bestehen für zahlreiche Studienfächer Eignungs- bzw. Aufnahmeprüfungen und die Regierung plant ab 2019 einen weiteren Ausbau der Zugangsbeschränkungen. In der Regel finden Aufnahmeprüfungen im Frühjahr und Frühsommer statt, wenn die Volontäre im Ausland sind. Somit verpassen viele die Chance, sich für ihr Wunschstudium zu qualifizieren und müssen noch ein Jahr länger warten, um überhaupt zur Aufnahmeprüfung antreten zu können. „Von unseren Bewerbern wissen wir, dass die Studienwahl eine ganz wesentliche Rolle bei der Entscheidung für oder gegen einen Auslandseinsatz spielt, besonders bei Schulabsolventinnen. Junge Menschen geraten zunehmend unter Druck“, sagt Ruppacher. „Darauf müssen wir reagieren. Darum werden Freiwilligeneinsätze mit Volontariat bewegt künftig schon ab einer Einsatzdauer von zehn Monaten möglich sein. Auch in zehn Monaten kann ein wichtiger und nachhaltiger Beitrag für das Wohl von Kindern und Jugendlichen weltweit geleistet werden.“

[fkaineder]

 

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