Fotoworkshop der Ordensgemeinschaften in Linz

IMG 7797Heute fand der erste Workshop des Medienbüros der Ordensgemeinschaften für das Jahr 2018 statt. Angeboten wurde ein 5stündiger Fotoworkshop mit Hermann Wakolbinger bei dem sich alles darum drehte, wie man das, was man ablichten möchte, auch so auf’s Foto bekommt, dass es gut aussieht, das transportiert was man erzählen möchte und am Ende für die eigene Pressearbeit verwendbar ist.

 

Das perfekte Bild

Kurz gesagt- das gibt es nicht, es ist Ansichtssache. „Gehen Sie ins Lentos und jeder von Ihnen wird ein anderes Bild als das tollste auswählen“ erklärt Wakolbinger ganz einfach. Doch es gibt bestimmte Grundsätze, Regeln und Strategien die man beachten sollte, wenn man selbst beginnt Fotos zu schießen.

IMG 7787

Das Gruppenfoto: Fädeln Sie die handelnden Personen nicht auf eine Perlenkette auf. Alle stehen frontal nebeneinander in einer Reihe und lächeln mehr oder weniger in die Kamera- das Foto wird genauso langweilig aussehen, wie es sich in dieser Beschreibung liest.

Wie machen Sie es besser? Fotos werden immer interessanter, wenn sie die Realität abbilden, versuchen Sie also die handelnden Personen in Gesprächssituationen zu erwischen oder stellen Sie diese nach. Bilden Sie Halbkreise, nutzen Sie Stehtische, Stufen etc. um unterschiedliche Ebenen im Bildaufbau  zu kreieren. Sie werden sehen- das Bild hat viel mehr Dynamik.

IMG 7792

 Was wollen Sie abbilden? Geht es um den Raum oder die Personen?- je nachdem passen Sie auch den Bildausschnitt an. Wenn sie die Präsidentin der Ordensgemeinschaften zeigen wollen, dann fotografieren Sie auch nur sie und nicht 5 umliegende Tische, den Museumsladen und die Besuchergruppe im Hintergrund. Wollen sie einen Raumeindruck vermitteln, schauen Sie genau hin und überlegen Sie sich aus welcher Ecke und aus welcher Perspektive das, was Sie vor Ort wahrnehmen, auch im Bild am besten vermittelt wird.

IMG 7807 

3.    Tiefenunschärfe: Das was uns interessiert, worum es sich in unserem Bild dreht, ist scharf im Vordergrund, der Hintergrund verliert sich in Unschärfe- das entspricht den Sehgewohnheiten unseres Auges: Wir fokussieren ständig auf das, worauf wir unser Interesse lenken und blenden den Hintergrund für diesen Moment mehr oder weniger aus- wir können nicht alle Informationen, die uns unsere Umwelt bietet permanent verarbeiten. Im Gespräch konzentrieren wir uns auf unser Gegenüber, wollen wir die Straße queren, richten wir unseren Blick auf die fahrenden Autos und nicht auf die Personen die neben uns an der Ampel stehen etc… Das Spiel mit der Schärfe ahmt also unsere Sehgewohnheiten nach und macht die Bilder dadurch auch interessanter. Mittlerweile kann schon beinahe jedes Handy mehrere Schärfenebenen abbilden- wir tippen einfach auf den Punkt am Bildschirm den wir als schärfste Ebene abbilden wollen. Natürlich gibt es auch andere Situationen- wenn wir eine totale Ansicht einer Landschaft fotografieren, werden wir eine Einstellung wählen, die alles scharf zeigt um einen Gesamteindruck zu vermitteln.

Im heutigen Workshop wurde sehr plastisch theoretisches Grundwissen vermittelt und danach ging es ans Praxistraining. Die TeilnehmerInnen stellten gemeinsam mit dem Fotografen verschiedene Situationen nach, und sammelten viele neue Ideen und Ansätze um ihre Bilder in Zukunft ansprechender zu gestalten. 

[mschauer]