Neuer Direktor im Bildungshaus St. Virgil in Salzburg

Bildschirmfoto 2018 04 06 um 09.28.54Seit Monatsbeginn leitet Jakob Reichenberger, auf Peter Braun folgend, das Bildungszentrum St. Virgil in Salzburg. Reichenberger will St. Virgil weiterhin als „Ort des Dialogs und der Innovation“ führen. Kernauftrag des Hauses ist es, „im Dialog mit den Menschen identitätsstiftende Bildung anzubieten, um eine Kultur des Lebens zu fördern“, betont der scheidende Direktor Braun.

 Entsprechend steht also eine klare Position für eine lebensbejahende Kultur der Solidarität und gegen lebensfeindliche Mechanismen von Selektion und Leistungsgesellschaft in St. Virgil im Mittelpunkt.

St. Virgil Salzburg hat sich unter Brauns Führung zu einem Bildungszentrum insbesondere für Berufsgruppen wie Pflege, Pädagogik, Kinderbetreuung, Sozialarbeit, Psychosoziale Gesundheit, Trauerarbeit und Seelsorge etabliert. In Kooperation mit Universitäten und den Berufsverbänden wurde und wird wissenschaftliche Weiterbildung mit Fokus auf ethische Fragestellungen wie etwa zu Lebensanfang oder Lebensende angeboten. Auch Veranstaltungen der Ordensgemeinschaften Österreichs finden immer wieder im Bildungszentrum statt.

Wirtschaftstagung der Ordensgemeinschaften 2017 in St. Virgil (c) mschauer

Für „Kultur der Solidarität“

An der „Grundhaltung Dialog“ will Brauns Nachfolger Jakob Reichenberger, der schon bisher Teil des Teams war, festhalten. Der nach einer öffentlichen Ausschreibung bestellte neue Direktor nannte als inhaltliche Schwerpunkte zivilgesellschaftliches Engagement, zukunftsfähiges Wirtschaften, Ökologie, soziale Herausforderungen und die Rolle der Religion im gesellschaftspolitischen Kontext.

Begegnung „auf Augenhöhe“

Anliegen des Hauses sei es auch, „auf Augenhöhe Andersglaubenden, Andersdenkenden und anderen Kulturen zu begegnen“, so Reichenberger weiter. Kontroversen und das Sich-Einlassen auf Veränderungsprozesse dürften dabei nicht gescheut werden, zudem wolle man „Experimentierräume öffnen und Initiativen fördern, in denen Neues entstehen kann“.

Reichenberger stammt aus Hagenberg (OÖ), studierte Katholische Religionspädagogik und Philosophie an der Universität Salzburg und war in St. Virgil seit 2009 tätig, zuletzt als Studienleiter für Gesellschaft, Politik und Religion. Weiters ist er Lehrbeauftragter an der KPH Edith Stein und Vorstandsmitglied am Ausbildungsinstitut Erwachsenenbildung Salzburg, wo er u. a. den Lehrgang über Zivilgesellschaftliches Engagement begleitete.

 

[mschauer]