Frauen- und Männerorden in den Strukturprozess in Wien einbezogen

Sr. Brigitte ThalhammerP. Voith:"Wichtig, dass Anteil der Orden wahrgenommen wird" - Sr. Thalhammer: "Frauenorden jenseits von Pfarre stark vertreten". Die in der Erzdiözese Wien tätigen Ordensgemeinschaften sind nun gut in den kirchlichen Strukturprozess  eingebunden. Es wurde eine gemischte Kommission zwischen Ordenskonferenz und Erzdiözese gebildet. 

"Das ist ein erster großer Dialog und das ist gut so", betont P. Lorenz Voith von den Redemptoristen und zweiter Vorsitzender der Superiorenkonferenz Österreichs. Nun seien auch die Ordensoberen eingeladen, mit den Vikariaten ganz konkret über den Reformprozess zu sprechen. So könnten auch die Orden selbst ihre Stellungnahme dazu abgeben. Die Ordensgemeinschaften habe in den letzten Monaten ein starke Einbindung verlangt, weil sie in der Erzdiözese Wien, die auch Teile Niederösterreichs umfasst, rund 50 Prozent aller Pfarren betreuen. "Wir brauchen eine Reform, das wissen wir alle", so Voith wörtlich. Wichtig sei, dass die Ordensgemeinschaften und ihre Leitung von vornherein in den Reformprozess eingebunden sind. "Die Orden müssen selbst ihre Charismen einbringen können in diese neu entstehenden Strukturen. Viele Orden sind bereit, auch Größeres zu übernehmen, einige werden sich vielleicht zurückziehen, und das passt so. Wichtig ist, dass der Anteil der Ordensgemeinschaften wahrgenommen wird und sichtbar ist."

Neue Initiativen der Frauenorden

Sr. Brigitte Thalhammer, Provinzleiterin der Salvatorianerinnen und Mitglied im Leitungsteam der Regionalkonferenz der Frauenorden, skizziert den wichtigen und oft übersehenen Beitrag der Frauenorden: "Kirche spielt sich auch jenseits von Pfarre ab, und da sind die Frauenorden stark vertreten." Kategoriale Seelsorge geschehe in klassischen Bereichen wie Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern und Altersheimen. Thalhammer: "Überall, wo Begegnung mit Menschen stattfindet, sind die Frauenorden stark vertreten. Wichtig seien auch die Aufbrüche zu neuen Initiativen. Auch wenn in den Frauenorden viele älter werden und weniger Kräfte vorhanden sind, ist trotzdem ein neuer Aufbruch spürbar. Zum Beispiel das Schutzhaus, wo sich sechs Frauenorden zusammengeschlossen haben und Opfer von Menschenhandel betreuen. Oder die Alte Burse, ein Projekt für junge Erwachsene zwischen 18 und 34, die sich oft in Pfarren nicht zu Hause fühlen." Bischofsvikar Dariusz Schutzki von der Erzdiözese bestätigit, dass die Gespräche gut laufen: "Ich bin sehr froh und sehr ermutigt durch die Begegnung mit den Ordensgemeinschaften, mit den Provinzialen, Äbten und Ordensoberen und auch mit den Frauenorden, denn sie gehören zu diesem Prozess dazu. Durch die Ordensgemeinschaften werde das kirchliche Leben in Wien noch bunter und vielfältiger."

[fk]

 

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