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Lagger: Plädoyer für Augenmaß und konstruktive Verhandlungen

Der Vorsitzender der ARGE Ordensspitäler, Christian Lagger, zeigt sich im Kathpress-Interview zuversichtlich, dass Kollektivvertragsverhandlungen zu gutem Ergebnis kommen werden. Er betont, dass die Attraktivierung des Pflegeberufs eine der großen Herausforderungen der Zukunft sei.

Christian Lagger ist seit einem Jahr Vorsitzender der ARGE der Ordensspitäler Österreich. Im kathpress-Interview zeigt er sich zuversichtlich, dass es bei den aktuellen Kollektivvertragsverhandlungen zu einem guten Ergebnis kommen wird. (c) öok

Christian Lagger ist seit einem Jahr Vorsitzender der ARGE der Ordensspitäler Österreich. Im kathpress-Interview zeigt er sich zuversichtlich, dass es bei den aktuellen Kollektivvertragsverhandlungen zu einem guten Ergebnis kommen wird. (c) öok

Christian Lagger, der Vorsitzende der ARGE Ordensspitäler, hat sich im Kathpress-Interview am Donnerstag zuversichtlich gezeigt, dass es bei den aktuellen Verhandlungen über den Kollektivvertrag der Ordensspitäler – der für alle Bundesländer außer Oberösterreich gilt – zu einem guten Ergebnis kommen wird. Er habe Verständnis für die Mitarbeitenden angesichts der Preissteigerungen und wolle zugleich zu Angemessenheit, Augenmaß und konstruktiven Verhandlungen aufrufen. Wörtlich sagte Lagger: "Schauen wir besonders auf jene Berufsgruppen im Niedriglohnsektor, die besonders von den Preissteigerungen betroffen sind."

Niemanden alleine lassen

Im Blick auf den Warnstreik in den Wiener Ordensspitälern am Mittwoch mahnte Lagger, darauf zu achten, dass die Versorgung in den Spitälern durch Streiks nicht gefährdet wird. "Wir dürfen die Menschen, die uns brauchen, nicht alleine lassen", so Lagger. Das Berufsethos des einzelnen Mitarbeitenden und das Ethos des Spitals als Organisation würden hier zusammenfließen. Es dürfe zu keinen Engpässen bzw. Versorgungslücken kommen.

Lagger, Geschäftsführer des Krankenhauses der Elisabethinen in Graz, ist seit einem Jahr Vorsitzender der ARGE Ordensspitäler. Er vertritt damit die 23 heimischen Ordenskrankenhäuser nach außen und hat eine interne Koordinierungsfunktion inne. Was Ordensspitäler u.a. auszeichnet, sei die Unternehmenskultur, die sich aus den Charismen der Orden speise. Ordenskrankenhäuser seien durch ein besonderes Klima des Miteinanders und der Zuwendung zu den Patienten, aber auch unter den Mitarbeitern gekennzeichnet, so Lagger. Das würden auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die von anderen Gesundheitseinrichtungen wechseln, bestätigen.

Fachkräftemangen vor allem im Pflegebereich

Der Krankenhaus-Manager räumte ein, dass sich der allgemeine Fachkräftemangel in Österreich auch auf die Ordensspitäler auswirke; weniger bei den Ärztinnen und Ärzten - "dort auch, aber nur in ganz bestimmten Bereichen" -, viel mehr jedoch im Pflegebereich. Zwar hätte man alleine von der Zahl der Personen her noch genügend Pflegerinnen und Pfleger, diese würden aber oft freiwillig nur Teilzeit arbeiten.

Sorgen bereiten Lagger zudem Umfragen, wonach bis zu 50 Prozent der Menschen in Pflegeberufen vor allem wegen der hohen Belastungen während der Pandemie einen Berufswechsel überlegen würden. Hier gelte es intensiv zu überlegen, wie man diese Menschen noch besser unterstützen könne.

Schönheit des Pflegeberufs hervorheben

Zugleich brauche es Maßnahmen, um Menschen auf Berufssuche, vor allem auch junge, die "Schönheit des Pflegeberufs" nahezubringen. Lagger: "Junge Menschen sagen immer wieder, dass sie auf der Suche nach einem Beruf mit Sinn sind. Und was könnte sinnvoller sein, als Menschen zu helfen. Und genau das tut die Pflege. Es muss uns noch mehr gelingen, diesen Beruf attraktiver zu machen."

Auch in den ordenseigenen Pflegeschulen müssten die Kapazitäten erweitert werden. Zudem brauche es eine öffentliche Debatte darüber, ob es wirklich für so viele Berufe im Gesundheitswesen eine akademische Ausbildung brauche. Dadurch würde zahlreiches potenzielles Personal von vornherein wegfallen.

Große Wertschätzung in zahlreichen Gesprächen

Lagger hat seit einem Jahr den Vorsitz der ARGE inne. Wie er sagte, hat er in dieser Zeit intensiv den Kontakt und das Gespräch mit den politischen Verantwortungsträgern im Land gesucht, von Bundespräsident Alexander van der Bellen abwärts über Minister und Landeshauptleute bis zu den Verantwortlichen für das Gesundheitswesen auf Länderebene: "Was mich wirklich freut: Ich habe große Wertschätzung erfahren. Wir werden als Partner in der Gesundheitsversorgung ernst genommen, auf Augenhöhe." Das treffe nicht nur "in Sonntagsreden" zu, sondern etwa auch bei den Finanzverhandlungen mit den Ländern. Die Finanzierung der Ordensspitäler sei derzeit gesichert, zeigte sich Lagger zufrieden, freilich blieben die Finanzen ein ständiges Thema.

Erfreut zeigte sich der ARGE-Vorsitzende auch über seine Begegnungen und Gespräche mit heimischen Bischöfen und weiteren hohen Kirchenvertretern. Die Kirchenleitung wisse um die Bedeutung des Dienstes an den Kranken. "Und ich glaube", so Lagger, "dass es künftig ein noch stärkeres kirchliches Zusammenwirken an den sozialen Brennpunkten des Lebens brauchen wird". Nachsatz: "Die Ordensspitäler spielen dabei eine wichtige Rolle."

Das Interview führte Georg Pulling / kathpress


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