VOSÖ-Klausurtagung im Zeichen des Führens im christlichen Kontext

Von 20. bis 22. März 2025 fand am Sacré Coeur Campus Graz die Klausurtagung der VOSÖ statt. (c) VOSÖ
Fokus der beiden Keynotes waren theoretische Inputs und praktische Beispiele für den pädagogischen Führungsalltag. Im Rahmen der Klausurtagung, die von 20. bis 22. März 2025 dauerte, feierte Schulbischof Wilhelm Krautwaschl eine Festmesse am 21. März in der Grazer Herz-Jesu-Kirche.
P. Tobias Zimmermann ging in seinem Vortrag unter anderem auf die ignatianische Definition von „exzellenter Bildung“ ein. (c) VOSÖ
„Wir gestalten gemeinsam das Morgen unserer Bildungseinrichtungen“, betonte VOSÖ-Geschäftsführerin Martha Mikulka im Blick auf die Tagung. Sie findet jährlich mit allen pädagogischen Leitungen der insgesamt 70 VOSÖ-Bildungseinrichtungen sowie der VOSÖ-Spitze statt. Um gemeinsam als VOSÖ Zukunft gestalten zu können, brauche es Persönlichkeitsentwicklung und auch ein gemeinsames Führungsverständnis, sagte Mikulka über das Ziel der Klausurtagung.
Ignatianische Pädogogik
In seinem Vortrag schilderte P. Tobias Zimmermann die ignatianische Definition von „exzellenter Bildung“, skizzierte das Bildungskonzept eines „christlichen Humanismus Plus“ und beschrieb die Grundlagen des „Ignatian Leadership“. „Exzellente Bildung fördert aus christlicher Sicht junge Menschen konkret in ihrer Entfaltung als Person und setzt sich zugleich für die Entwicklung einer humanen Gesellschaft ein“, meinte der Leiter des Zentrums für Ignatianische Pädagogik sowie des Berliner Canisius-Kollegs. Für die Organisations- und Schulkultur bedeute dies: „Freiheit geben und Orientierung (vor-) leben“.
Birgit Buchberger nahm in ihrem Vortrag Themen wie die Fehlerkultur, die Form der Leistungsbeurteilung, Zeit für Lob und für Reflexion in den Blick. (c) VOSÖ
Birgit Buchberger, Chemie- und Mathematiklehrerin am Kollegium Aloisianum in Linz, nahm in ihrem Vortrag Themen wie die Fehlerkultur, die Form der Leistungsbeurteilung, Zeit für Lob und für Reflexion in den Blick. Daneben stellte sie verschiedene Methoden der Partizipation, der Reflexion oder der Rückmeldung für die pädagogische Praxis vor – von 2010 bis 2020 hatte sie im Aloisianum auch die Funktion der pädagogischen Leiterin inne und war zuständig für die Bereiche Schulentwicklung, Ganztagesbetreuung sowie Einführung der neuen Kolleg:innen in das pädagogische Konzept. Weil ein ignatianisches Paradigma auf Reflexion basiert, baute das Vortragsduo auch entsprechende Reflexionseinheiten in Form von Gruppenarbeiten und geführten Workshops in die Tagung ein.
VOSÖ in Zahlen und Fakten
Die Vereinigung von Ordensschulen Österreichs wurde im Jahr 1993 auf Initiative der Österreichischen Ordenskonferenz gegründet und ist heute der größte private Schulträger Österreichs. Gründungsgedanke der VOSÖ war es, ein Angebot für die Orden zu sein, die ihre Bildungswerke nicht mehr in die Zukunft führen können.
Im Rahmen der Klausurtagung fand am 21. März 2025 in der Grazer Herz-Jesu-Kirche eine Festmesse mit Schulbischof Wilhelm Krautwaschl statt. (c) VOSÖ
Zur VOSÖ gehören heute 20 Bildungsstandorte (mit gesamt 70 Einrichtungen) von 14 Orden in acht Bundesländern (Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Oberösterreich, Niederösterreich, Wien, Burgenland, Steiermark). Rund 13.300 Kinder und Schüler besuchen Bildungseinrichtungen der VOSÖ.
Quelle: kathpress, VOSÖ