Erneuerung zum Jubiläum: DomQuartier Salzburg

Sein fünfjähriges Jubiläum feiert das DomQuartier im Mai gleich mit verschiedensten Neuerungen. So nutzt man das Freudenjahr im Museumskomplex um ein erneuertes Entree zu gestalten und unter anderem Kooperationen mit der Mozartwoche einzuleiten. Rund eine halbe Million Besucher begrüßt man jährlich und will diese auch künftig entsprechend zufriedenstellen.

domquartier

Das Domquartier in Salzburg wird anlässlich des 5-Jahres Jubiläums erweitert (c) domquartier.at


Seit 2014 ist das "DomQuartier" ein Prunkstück in der Museumslandschaft Salzburgs, es befindet sich rund um den Salzburger Dom und Domplatz und beherbergt kirchliche Kunstschätze.

Unterstützung für die baulichen Neuerungen kommt von Landeshauptmann Wilfried Haslauer, in dessen Zuständigkeitsbereich die Museen fallen und der eine Erhöhung der finanziellen Mittel für diesen Bereich ankündigte. Das berichten die "Salzburger Nachrichten" am Freitag.

Der DomQuartier-Rundgang vermittelt ein einzigartiges Zusammenspiel von 1300 Jahren Salzburger Herrschaftsgeschichte, Kunst, Musik und Architektur. Er eröffnet authentische (früh)barocke Erlebnisräume und ermöglicht eine spannende Entdeckungsreise auf den Spuren der Fürsterzbischöfe zu einer Zeit, als Salzburg ein souveränes Geistliches Fürstentum im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation gewesen ist. Die Besucher/innen erleben die ganze Bandbreite dieser umfassenden geistlichen und weltlichen Macht in einer zusammenhängenden Erzählung.

Auf 15.000 Quadratmetern ist der Komplex aus Residenz, Dom, und Benediktinerkloster St. Peter zugänglich. Integriert ist auch das Museum St. Peter mit den wertvollen Kunstschätzen der Erzabtei, des ältesten Klosters im deutschsprachigen Raum. 

Eine der interessantesten Räumlichkeiten, die durch den Beitritt St. Peters zum DomQuartier wieder der Öffentlichkeit zugänglich sind, ist die „Große Galerie gegen St. Peter“, die unter Fürsterzbischof Guidobald Graf von Thun und Hohenstein und Abt Amand mit Mitteln des Stiftes St. Peter 1657–1661 errichtet wurde und bis zum Ende des Erzstiftes Salzburg als Gemäldegalerie der Erzbischöfe diente.

Auch der Konvent präsentiert sich in einer interaktiven Multiscreen Präsentation der Öffentlichkeit und zeigt den Besucherinnen und Besuchern des Museums die Lebenswirklichkeit eines modernen Klosters das gleichzeitig die Wiege des christlichen Glaubens in Salzburg ist. Seit 696 leben und beten hier Möche nach der Regel des Hl. Benedikt. Im Laufe der Jahrhunderte hat das Kloster ein vielfältiges Netz von Aktivitäten geschaffen. Das Engagement erstreckt sich vom pastoralen Einsatz in den Pfarren über die kulturelle und wissenschaftliche Arbeiten bis zu den Wirtschaftsbetrieben. Das Herzstück des Klosters bildet jedoch seit jeher das "Ora, labora und lege" (Bete, arbeite und lies!) der Mönche.

Film über das Leben der Benediktiner in Stift St. Peter (c) Stift St. Peter Salzburg

Seit Juni 2018 kann das Museum auch via "Google Art & Culture" virtuell besucht werden. Mittels der Online-Plattform können Besucher einen virtuellen Spaziergang durch die Räumlichkeiten machen. Am 18. Jänner eröffnet das "DomQuartier" die erste Sonderschau für heuer, die sich mit Erzherzog Ludwig Viktor und seinem Schloss Kleßheim befasst.

[mschauer]