Ein Zeichen der Familienzugehörigkeit

Am 30. Jänner 2019 wurde das zweite Büro der Ordensgemeinschaften Österreich auf der Stiege II des Schottenstifts (Freyung 6 in Wien I) offiziell eröffnet und von Männerorden-Vorsitzenden Abt em. Christian Haidinger gesegnet. Die einleitenden Worte sprach Rudolf Luftensteiner, Leiter des Bildungsreferates: Dieses Büro ist „ein Zeichen der Familienzugehörigkeit“.

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Das bisherige Büro auf der Stiege I des Schottenstifts hatten sich die Sekretariate der Vereinigung der Frauenorden und der Superiorenkonferenz der Männerorden mit der Vereinigung von Ordensschulen Österreichs (VOSÖ), dem Bildungsreferat, dem Kulturreferat, der Bauabteilung der VOSÖ und dem Medienbüro geteilt – und platzte letztendlich aus allen Nähten. Man suchte daher nach neuen Räumlichkeiten – und fand sie auf der Stiege II gleich in unmittelbarer Nachbarschaft. Schon Anfang Oktober 2018 konnte die Vereinigung von Ordensschulen Österreichs (VOSÖ) übersiedeln. Am 30. Jänner 2019 war es dann soweit: die neuen Büroräumlichkeiten wurden in einen feierlichen Festakt von Männerorden-Vorsitzenden Abt em. Christian Haidinger gesegnet.

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Entwicklung der Ordensgemeinschaften Österreich
„Ursprünglich war der Gedanke da, dass die Vereinigung von Ordensschulen einfach in eine Schule geht“, erinnerte sich Rudolf Luftensteiner, Leiter des Bildungsreferates, in seiner Einleitungsrede. „Aber die VOSÖ wollte unbedingt dableiben. Sie wollten damit ausdrücken, dass sie eine Entwicklung der Ordensgemeinschaften Österreich sind. Und das ist ein untrennbarer Teil ihrer Geschichte.“ Und weiter: „Es ist uns ganz wichtig, dass es ein Zeichen der Familienzugehörigkeit gibt. Und genau aus diesem Grund sagen wir: Wir haben unsere Büros im selben Gebäude.“ Gemeinsam wolle man Zukunft gestalten, eine Zukunft, die untrennbar mit den Ordensgemeinschaften und ihrem jeweiligen Charisma verbunden ist.

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Einander zum Segen werden
„Man möchte gar nicht glauben, zu welchen Anlässen wir Priester um Segen gebeten werden“, sagte Männerorden-Vorsitzender Abt em. Christian Haidinger in seiner Festansprache. „Aber manchmal frage ich mich dann schon, welche Erwartung, welche Glaube dahinter steckt?“ Hinter diesen Anlässen stehe oft die Ahnung der Menschen, dass sie nicht alles in der Hand hätten. Letztendlich liege alles in Gottes Hand. „Die Ahnung, die wir auch in diesem bekannten Sprichwort ausdrücken: An Gottes Segen ist alles gelegen“, so der Ordensmann.

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Ihn fasziniere das lateinische Wort für Segnen, das „benedicere“ laute und nichts anderes „Gutes sagen“ bedeute; also Gutes von Gott den Menschen zusagen. „Das heißt natürlich nicht, jetzt kann ich meine Hände in den Schoss legen, der Papa wird’s schon richten. Sondern ich meine, wenn wir diesen Segen Gottes erbitten, dass wir dann noch mehr in Pflicht genommen sind“, zeigte sich Haidinger überzeugt. „Den Segen Gottes erbitten ist immer auch ein Auftrag an mich selbst, mit meinen Möglichkeiten und meinen Fähigkeiten, die Gott mir ins Leben mitgegeben hat, mich für diese Sache, für dieses Anliegen einzusetzen.“ Sein Resümee: „Wir müssen einander zum Segen werden, zum Segen füreinander in unserem konkreten Tun. Aber auch, indem wir uns Gutes aneinander zusagen.“

[rsonnleitner]