Erzabt Birnbacher: Konstruktive Mitarbeit in der Kommission

"Ich möchte konstruktiv in dieser Kommission mitarbeiten", schreibt Erzabt Dr. Korbinian Birnbacher von der Benediktinerabtei St. Peter in Salzburg. Er hält das in einer Stellungnahme zum gegenteiligen Artikel im Der Standard fest, wo behauptet wurde: „Fehlstart der Martinsbühel-Kommission: Abt bezweifelt Missbrauchsvorwürfe“. 

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Unmissverständlich äußert sich der Erzabt von St. Peter in einer Stellungnahme, um die in der Überschrift umgekehrt dargestellte Grundintion richtigzustellen. Damit sieht er alle Unklarheiten und Zweifel beseitigt: "Ich möchte konstruktiv in dieser Kommission mitarbeiten, weil die Erzabtei St. Peter als Eigentümerin der Liegenschaft Martinsbühel zwar nicht unmittelbar für die schrecklichen Dinge, die im dortigen Mädchenheim mit angeschlossener Sonderschule vorgefallen sind, verantwortlich zu machen ist, aber ich als Erzabt alles in meiner Macht Stehende tun möchte, damit den Opfern Gerechtigkeit widerfährt. Körperliche, psychische und sexuelle Gewalt sind immer Grenzüberschreitung und Machtmissbrauch. Es ist ein gesamtgesellschaftliches Thema, an dem leider auch Kirche und Orden ihren Anteil haben. Eine seriöse Aufklärung des Vorgefallenen muss unser aller Anliegen sein." Damit will Erzabt Korbinian Birnbacher den Standard-Artikel  von Steffen Aurora klarstellen. 

Verantwortung übernommen

Die Ordensgemeinschaften Österreich erinnern in diesem Zusammenhang an ihre seit Jahren praktizierte Bereitschaft zu Verantwortungsübernahme: "Die Orden haben immer Verantwortung übernommen und stellen sich in jedem Fall der Verantwortung. Sie wollen an der Aufarbeitung aktiv mitarbeiten. Deshalb wurde und wird jeder bekannt gewordene Fall  unverzüglich die unabhängige Oberschutz-Kommission übergeben. Deren Entscheidungen und Maßnahmen wurden und werden zu 100%  - auch finanziell in vollem Umfang - immer mitgetragen."

[fkaineder]