HLUW Yspertal gewinnt Bundesfinale bei Jugend Innovativ 2019

Der Wettbewerb „Jugend Innovativ“ wird jährlich von den Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort sowie für Bildung, Wissenschaft und Forschung ausgeschrieben. Das Ziel ist, die Besten der besten Schülerinnen und Schüler Österreichs zu finden und zu würdigen. Die Schülerinnen Hannah Schatz und Yasemin Gedik von der HLUW Yspertal, deren Träger das Zisterzienserstift Zwettl ist, konnten sich gegen 438 Projekte in der Kategorie „Science“ durchsetzen und den ersten Preis gewinnen.

20190612 Projekt bundesfinale HLUW Yspertal 2019 gewinner

Yasemin Gedik und Schatz Hannah von der HLUW Yspertal, Privatschule des Zisterzienserstiftes Zwettl, leisteten hervorragende Arbeit bei ihrem Projekt; Foto: VOGUS

Untersuchungsgegenstand war die Mikroplastikbelastung der Ybbs, sowie das Abbauverhalten von konventionellem Kunststoff im Vergleich zu Biokunststoff. Die Schülerinnen entwarfen dafür eine Filtereinheit, welche sich ohne Einsatz von maschineller Kraft in den Fluss einsetzen lässt. Für die Trennung von Mikroplastik von organischem und anorganischem Filterrückstand sowie für die Bestimmung der Abbaubarkeit verschiedener Kunststoffarten durch Mikroorganismen, wurden spezielle Methoden entwickelt. Zusammenfassendes Ergebnis: die Mikroplastikbelastung der Ybbs ist sehr gering und der untersuchte Biokunststoff hat einen besseren Ruf als er sich verdient.

Internationale Präsentation des Projekts

Eine fünfköpfige Jury aus Fachleuten bewertete die Projekte und vergab auch die Reisegutscheine für die Teilnahme an europäischen wie auch internationalen Wettbewerben. Yasemin Gedik und Schatz Hannah konnten durch ihr Projekt und ihre Präsentation die Jury überzeugen und wurden ausgewählt, Österreich beim China Adolescents Science & Technology Innovation Contest 2019 in Macao (China) sowie beim European Union Contest for Young Scientists 2019 in Sofia (Bulgarien) zu vertreten. Damit wird das ökologische Leitbild der HLUW Yspertal wissenschaftlich fundiert in die Welt hinausgetragen.

Förderung junger Talente

Bei Wettbewerben wie „Jugend Innovativ“ können Schülerinnen und Schüler zeigen, welch großes Potential in ihnen schlummert. Sie können ihre Ideen verwirklichen, den eigenen Forschergeist ausleben und diese Erfahrungen für die eigene Karriere nutzen. „Schüler mit Wissen, Ehrgeiz und entsprechender sozialer Kompetenz zu unterstützen aber nicht zu drängen, erfordert viel Fingerspitzengefühl. In diesem Fall war die Abstimmung im Projektteam optimal und es war eine Freude zuzusehen, wie das Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl der Schülerinnen mit dem Projektfortschritt von Tag zu Tag stieg“ meint die Betreuerin von der HLUW Drin. Angelika Pfeifer.

[rsonnleitner]