Steirisches Ordenstreffen für mehr Nachhaltigkeit

Die steirischen Ordensgemeinschaften, Frauen- und Männerorden trafen sich am 12. Oktober im Grazer Franziskanerkloster. Eine Befragung des Nachhaltigkeitsexperten Michael Schaller erhob das Engagement der steirischen Orden im Bereich des öko-sozialen Fußabdruckes. 

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Frauen und Männer, der in der Steiermark ansässigen Orden, kamen über das Thema Nachhaltigkeit ins Gespräch. (c) Gsellmann 

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Der Tag stand unter dem Thema „nachhaltiges Wirtschaften und Leben.“ Sr. Sonja Dolesch, Vorsitzende der steirischen Frauenorden, erinnerte daran, dass Ordensgemeinschaften nicht erst seit der Bewegung Fridays for Future dabei aktiv seien. „Vor Greta Thunberg war Papst Franziskus mit Laudato si und noch viel länger vor ihm der Hl. Franziskus, der uns Ordensleute die radikale Geschwisterlichkeit vorgelebt hat.“ Man müsse entschieden, ja vielleicht sogar „entschiedener“ dieses Engagement auch leben, das sich aus den Gelübden ergäbe.

Ein Lebensstil nach Laudato si

Abt Benedikt Plank, Vorsitzender der steirischen Männerorden, begrüßte die Anwesenden, unter Ihnen der Ordensreferent Matthias Rauch, Vizekanzler der Diözese Graz-Seckau. Michael Schaller, der sich seit 20 Jahren mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt, gestaltete mit den Ordensgemeinschaften diesen Tag. Nach einem Impulsvortrag zog er ein erstes kurzes Resümee. Die Ordensgemeinschaften brächten viel ökologisches Engagement in den Bereichen Bauen, Wohnen, Ernährung und Landwirtschaft ein. Verbesserungsmöglichkeiten sah Schaller im Bereich der Mobilität. Schaller bewertet die Gelübde und ihre Übersetzung in #einfach, #gemeinsam, #wach als große Möglichkeit der Ordensgemeinschaften, durch ihren bewussten Lebensstil eine Art „role-model“ für eine sozial-ökologische Gesellschaft zu sein.

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#wach für die Herausforderungen unserer Zeit. #einfach für einen Lebenstil, der Zukunft aller ermöglicht. #gemeinsam für das gemeinsame Haus. (c) Gsellmann

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In Arbeitsgruppen wurden weitere Handlungsfelder der Ordensgemeinschaften gesammelt. Nach Mittagsgebet und dem gemeinsamen Mittagessen wurde weiter am Thema gearbeitet. Sr. Sonja Dolesch meinte rückblickend auf die Tagung: "Wachgerüttelt für ein gutes Leben aller, neu sensibilisiert und motiviert gehen wir aus diesem Ordenstag in unsere Gemeinschaften zurück. Ich persönlich nehme die entscheidende Frage mit: Wem schadet und wem nützt mein bzw. unser Lebensstil?"

[mgsellmann]