Marienschwestern schließen Kneipp-Kurhaus Aspach

20170922 aspach 120Eine "schwere Entscheidung" mussten die Marienschwestern vom Karmel treffen: Mit 30. November 2017 werden sie ihr auf Stressbewältigung und Burnout-Prävention spezialisiertes Kneipphaus in Aspach bei Braunau aus wirtschaftlichen Gründen schließen. Das Traditionshaus, eines von drei Kurhäusern der Ordensgemeinschaft, hatte in den letzten Jahren mit Buchungsrückgängen zu kämpfen; eine Weiterführung wäre nur mit großen baulichen Investitionen möglich gewesen. Deshalb habe man sich zu diesem bedauerlichen Schritt entschlossen, sagte Marienschwestern-Generaloberin Michaela Pfeiffer-Vogl.

Die 30 betroffenen Mitarbeiter des Kurhauses seien am Mittwoch informiert worden. Nun würden in Zusammenarbeit mit der Diözese Linz individuelle Sozialpläne erstellt, auch die Bischöfliche Arbeitslosenstiftung sei eingebunden. Sr. Pfeiffer-Vogl zeigte sich hoffnungsvoll, dass für die Mitarbeiter etwa in umliegenden Betrieben oder durch Qualifizierungsmaßnahmen "gute Lösungen" gefunden würden. Über die künftige Nutzung des Kurhaus-Gebäudes nach Einstellung des Kurbetriebes werde erst in den nächsten Monaten unter Einbindung der Diözesanen Immobilienstiftung beraten.

Nicht betroffen von der Einstellung sind die beiden anderen Kneipp-Traditionshäuser der Marienschwestern vom Karmel: Sowohl der Standort in Bad Mühllacken mit Schwerpunkt Fasten und Ernährung als auch das Zentrum für Traditionelle Europäische Medizin in Bad Kreuzen entwickelten sich sehr positiv und hätten seit 2014 bei den Buchungen im zweistelligen Prozentbereich zugelegt, gab der Orden bekannt. Der Buchungsrückgang in Aspach gehe u.a. darauf zurück, dass der hier behandelte Burnout-Schwerpunkt in der Bevölkerung eher in der Rehabilitation als in der Prävention wahrgenommen werde.

[rs]

 

 

 

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