Gründung neuer jesuitischer Ordensprovinz

jesuitenVerschiedene große Gottesdienste wurden am Montag von den Jesuiten zum Fest ihres Ordensgründers Ignatius von Loyola gefeiert. Doch auch ein Blick in die Zukunft ist für den Orden aktuell. Am Wochenende wurde die neue Ordensprovinz "Europe Occidentale Francophone" (EOF) gegründet. Ihr gehören 532 Jesuiten in Frankreich, Süd- und Ostbelgien, Luxemburg, Griechenland, Mauritius und Réunion an.

 

Der neue Provinzial der Ordensprovinz ist P. François Boedec SJ und der bisherige Provinzial in Belgien und Luxemburg, P. Franck Janin, wird künftig Präsident der Europäischen Provinziälekonferenz sein.

Am 26. August folgt die Gründung einer weiteren Ordensprovinz "Flandern-Niederlande". Ihr Sitz wird Antwerpen sein, wo auch die Gründungsfeier mit Ordensgeneral Arturo Sosa stattfindet. 

Aber auch die deutschsprachigen Jesuiten stehen in den kommenden Jahren ebenfalls vor Veränderungen:
In absehbarer Zeit soll es nur noch eine zentraleuropäische Provinz geben, sagte der Leiter der deutschen Provinz, P. Johannes Siebner: "Wir sind jetzt damit betraut, das vorzubereiten." Mehrere bestehende Provinzen wollen sich zusammenschließen, darunter auch die österreichische. Die Deutsche Provinz umfasst derzeit das Gebiet Deutschlands und Schwedens mit 344 Jesuiten. Die Österreichische Provinz umfasst 90 Mitglieder; Provinzial ist P. Bernhard Bürgler. 

Trotz eines rückläufigen Trends bezeichnete Siebner die Nachwuchssituation des Ordens als "eigentlich ganz gut". In Deutschland gebe es bis zu vier neue Jesuiten pro Jahr. "Im Vergleich zu den 1960er oder 1970er Jahren ist das wenig; entsprechend ist unser Altersschnitt sehr hoch. Aber wenn ich es mit den Eintrittszahlen in Priesterseminaren oder in anderen Orden vergleiche, bin ich dankbar, dass junge Männer bei uns eintreten wollen."


Jesuiten Österreich

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