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Inhalt:

DIALOG UND AUSTAUSCH AUF AUGENHÖHE

 

Mission

 

 

Mission verstehen Ordensgemeinschaften im Sinn von Papst Franziskus als Teilen der Freude über das Evangelium. Viele Ordensgemeinschaften sind international gut vernetzt und weltkirchlich engagiert. Dialog und Austausch auf Augenhöhe sind dabei für sie zentral. Der Kontakt zu den Mitschwestern und Mitbrüdern in der ganzen Welt macht den Horizont weit.

 

Zum Bereich Mission und Soziales der ÖOK

Weltweit unterwegs

 

Missionar:innen sind weltweit in sehr vielseitigen Bereichen tätig: Von der Verkündigung über die Seelsorge und Hilfe für Menschen in Not, die Tätigkeit im Bildungs- und Gesundheitswesen, die Arbeit in Basisgemeinden bis hin zu Engagement im interreligiösen Dialog, der anwaltschaftlichen Arbeit zugunsten von Menschen und Schöpfung oder der Begleitung von Menschen in landwirtschaftlichen Bereichen.  Überall ist es ihnen ein Anliegen, für das „Leben in Fülle“, das Jesus Christus verheißen hat, einzustehen. 

 

Pater Bala Wuwur SVD in Togo beim Baumpflanzungsprojekt.

P. Bala Wuwur SVD beim Baumpflanzungsprojekt in Togo.

„Mission heißt, zeigen, was man liebt.“
(Fulbert Steffensky)

Österreich als Missionsland

 

Mission wird schnell mit „ins Ausland gehen“ verbunden. Dabei darf nicht außer Acht gelassen werden, dass heute auch Österreich zu den Missionsländern zählt. Die Steyler Missionare haben Europa bereits 1990 als „Missionsgebiet“ definiert und nicht mehr nur als Ort, von dem aus Steyler Missionare in andere Länder entsendet werden. Mission geschieht also da, wo man gerade ist – ortsunabhängig.

 

In früheren Jahrhunderten ist es fast exklusiv um die „missio ad gentes“ gegangen, also das „hin zu den Völkern“, die noch nicht mit dem Glauben in Berührung gekommen sind. Heute steht zunehmend die „missio inter gentes“, also die Verkündigung des Evangeliums „zwischen uns allen“, auch innerhalb eines Landes, im Blick.

 

Orden setzen auch in Österreich vielfältige missionarische Initiativen und suchen nach Wegen, dass die christliche Botschaft Menschen berühren kann.

P. Franz Helm, Steyler Missionar
„Heute missionarisch sein, bedeutet nicht, dass der andere meine Religion annimmt, sondern dass wir alle Gott näherkommen. Mission heute bedeutet zudem Einsatz für mehr Gerechtigkeit, Friede und die Bewahrung der Schöpfung.“

Auf den Weg machen

 

Damals wie heute ist gleichgeblieben, dass sich Missionar:innen auf den Weg machen. „Wer verkünden will, muss sich bewegen“, so ein Zitat von Papst Franziskus. Das kann der Weg in ein neues Land sein, das kann aber auch der Weg in eine andere Gedankenwelt, in ein anderes Milieu sein, um dort in Dialog mit den Menschen zu treten und von der eigenen Glaubenserfahrung Zeugnis zu geben.

 

Man kann also sagen: „Dialog ist der neue Name für Mission.“

 

Pater Roobin George SVD macht die wunderbare Liebe Gottes bekannt

P. Roobin George SVD macht die wunderbare Liebe Gottes bekannt. Hier in Mosambik.

 

Christliche Mission war immer wieder auch mit Kolonialismus und damit einhergehend mit einer Geschichte der Gewalt verbunden. Gleichzeitig gab es auch Missionare, die sich klar gegen das Unrecht des Kolonialismus aussprachen und die Rechte der lokalen Bevölkerung verteidigten. Die Aufarbeitung der Missionsgeschichte ist ein wichtiger Teil, der nicht vergessen werden darf. 

 

Heute geschieht Mission aus der Freude, den eigenen Glauben mitzuteilen. Sie bedeutet, diesen Glauben den Menschen als Orientierung für ein gutes Leben vorzuschlagen. Zu den wesentlichen Kennzeichen von Mission gehört die Bereitschaft zum Dialog.

 

Sr. Elisabeth Salfinger (rechts) von den Steyler Missionsschwestern auf der SOS-Balkanroute.

Sr. Elisabeth Salfinger (rechts) von den Steyler Missionsschwestern auf der SOS-Balkanroute.

 

Mission, also das In-Kontakt-Treten mit anderen Menschen, ist für alle Orden, für alle Christen, für die gesamte Kirche wichtig. Wenn wir über den Tellerrand blicken, hält uns das lebendig, es ermöglicht uns, ‚Fremdes‘ kennenzulernen. Dadurch bereichern wir unseren eigenen Glauben und lassen ihn wachsen, reifen und wirksam werden.

 

 

Weltkirche in Österreich

Ein Bild von Weltkirche

 

Seit einiger Zeit gibt es eine „Gegenbewegung“ zur Entsendung von Ordensleuten in andere Länder und Kontinente: Brüder und Schwestern von dort kommen nach Österreich, um hier zu leben und zu wirken. Sie stammen aus anderen Provinzen der gleichen Kongregation oder kommen als Gruppe nach Österreich. Auch Einzelpersonen schließen sich hier Klöstern an. So ist ein buntes Bild von Weltkirche entstanden, das die österreichische Ordenslandschaft prägt und zu ihrer Lebendigkeit beiträgt. Das Zusammenleben in international bzw. interkulturell gemischten Gemeinschaften ist für alle Seiten Reichtum und Herausforderung zugleich. Dies benötigt Aufmerksamkeit, Reflexion und den Willen, sich verändern zu lassen. Die Ordenskonferenz hat eine Gruppe von Expert:innen initiiert, die bereit sind, solche Prozesse zu begleiten.

 

Ein starkes Zeichen für die Weltkirche setzt jährlich der Missionstag, der im Rahmen der Ordenstagungen stattfindet. (c) ÖOK/emw

Missionsorden

Missionsorden in Österreich

 

Zu den großen Missionsorden in Österreich gehören u.a. die Steyler Missionare und Steyler Missionsschwestern, die beide weltweit tätig sind, oder auch die Missionsschwestern vom kostbaren Blut, die Missionsschwestern Königin der Apostel oder die Comboni-Missionare. All diese Gemeinschaften wurden im 19. Jahrhundert, in einer Zeit der großen Missionsbegeisterung, gegründet, und zwar speziell für die Mission – damals noch vorrangig für die Mission in anderen Ländern. Doch auch Franziskaner, Jesuiten, Salesianer Don Boscos oder die Don Bosco Schwestern zählen zu den international tätigen Orden. Daneben gibt es kleinere Gemeinschaften, die weltweit Niederlassungen haben.

 

Steyler Pfingsttour Steyler Missionare und Schwestern.

Missionsland Österreich. Denn: Mission passiert da, wo man gerade ist. Das Fahrrad ist ein Symbol für die Geistkraft Gottes, die die Steyler:innen auf ihrer Pfingsttour 2022 begleitete.

Freiwillige Auslandsdienste

Einige Ordensgemeinschaften bieten befristete freiwillige Auslandseinsätze an, hauptsächlich für junge Menschen, aber es gibt auch Angebote für ältere Menschen. Sie wollen damit ermöglichen, die Lebensrealität in anderen Weltregionen kennenzulernen und einen eigenen Beitrag zu einem guten Leben aller zu leisten.

 

Mehr dazu unter Mitmachen

 

Perspektivenwechsel: Bei Auslandseinsätzen lernen Freiwillige andere Welten, Kulturen und Menschen kennen. Das bereichert beide Seiten. (c) MaZ

 

Österreichische Ordenskonferenz

Bereich Mission und Soziales

 

Der Bereich „Mission und Soziales“ definiert sich in drei Arbeitsbereiche:

  • Mission mit den Themen: Weltkirche, missionarische Initiativen von Orden in Österreich und interkulturelles Zusammenleben
  • Schöpfungsverantwortung
  • Soziale Initiativen

Geleitet wird der Bereich von Sr. Anneliese Herzig. Sie unterstützt Ordensgemeinschaften in ihren missionarischen und sozialen Tätigkeiten, vernetzt die relevanten Akteure und setzt immer wieder Impulse und Initiativen zu den Themen Mission, Schöpfungsverantwortung und Soziales. In diesem internen Bereich finden Sie Informationen zu Laudato Si und auch Handreichungen und Informationen zu den Vertretungen in den verschiedenen Gremien des Bereichs. 

Bereichsleiterin Bereich Mission und Soziales

Sr. Dr. Anneliese Herzig MSsR

Bereichsleiterin Mission und Soziales
Adresse:
1010 Wien,
Freyung 6/1/2/3
anneliese.herzig@ordensgemeinschaften.at
+43 1 535 12 87 170

Missionstag

Ein wichtiger Treffpunkt ist der jährliche Missionstag im Rahmen der Ordenstagungen. Dieser findet jedes Jahr im November im Kardinal König Haus statt.

 

 

Aktuelle Meldungen aus dem Bereich Mission

Der Steyler Missionar Leopold Leeb präsentierte in Wien das Buch „Propheten und Befreiung“.
04. September 2026

Steyler Missionare: Br. Leopold Leeb präsentierte außergewöhnliches Buch

Seit 1995 lebt und arbeitet der Steyler Missionar Leopold Leeb als Lehrer und Übersetzer in Beijing. Am 26. August 2026 präsentierte er in der Tyrolia-Buchhandlung am Wiener Stephansplatz ein außergewöhnliches Werk: Er übersetzte das Buch „Propheten und Befreiung“ des chinesischen Schriftstellers Zhang Chengzhi ins Deutsche.

mehr: Steyler Missionare: Br. Leopold Leeb präsentierte außergewöhnliches Buch
Obwohl sie selbst vom Erdbeben betroffen sind, beteiligen sich die Steyler Missionsschwestern auf der Insel Flores beispielsweise an der Verteilung von Hilfsgütern.
03. September 2026

Steyler Missionsschwester berichtet über Erdbeben auf Flores

Die Steyler Missionsschwester Lelia Surtina wirkt seit 17 Jahren im Orthopädischen Spital Wien-Speising als Krankenhausseelsorgerin. Im Sommer 2026 war sie auf Heimaturlaub auf der indonesischen Insel Flores, die am 15. August von einem schweren Erdbeben erschüttert wurde. Zurück in Wien schildert sie nun ihre Eindrücke.

mehr: Steyler Missionsschwester berichtet über Erdbeben auf Flores
Sr. Maria Wachtler und die Yanomami
02. September 2026

„Eine von ihnen“: Maria Wachtlers Einsatz für die Yanomami

Zum zehnten Todestag der österreichischen Don-Bosco-Schwester Maria Wachtler erinnert die Hilfsorganisation Jugend Eine Welt an das Lebenswerk der Missionarin. Mehr als fünf Jahrzehnte lebte und arbeitete Wachtler bei den Yanomami im venezolanischen Amazonasgebiet. Ihr Einsatz für Bildung, medizinische Versorgung und die Rechte der indigenen Bevölkerung wirkt bis heute nach.

mehr: „Eine von ihnen“: Maria Wachtlers Einsatz für die Yanomami
Sr. Antonia Dulong von den Marienschwestern vom Karmel lebt und wirkt seit 24 Jahren in Uganda.
25. August 2026

Sr. Antonia Dulong: Uganda ist ihre Heimat geworden

Seit 24 Jahren lebt und wirkt Sr. Antonia Dulong in Uganda. Die 64-Jährige leitet dort den Konvent der Marienschwestern vom Karmel in Kyengeza, einer kleinen Gemeinde in der Nähe der Hauptstadt Kampala. Mit den Oberösterreichischen Nachrichten (OÖN) sprach sie nun über ihr Leben in Uganda.

mehr: Sr. Antonia Dulong: Uganda ist ihre Heimat geworden
Erzbischof Paulus Budi Kleden SVD berichtete nach dem Erdbeben auf der indonesischen Insel Flores von einer außergewöhnlichen Solidarität unter den Menschen. Hier im Bild ist er bei einem Besuch bei Erdbebenopfern zu sehen.
24. August 2026

Steyler Missionare helfen Erdbebenopfern auf Insel Flores

Nach dem schweren Erdbeben auf der indonesischen Insel Flores bittet die Ordensgemeinschaft der Steyler Missionare um Unterstützung ihrer Nothilfe. Die Mittel würden unter anderem eingesetzt für Lebensmittel, Medikamente, Hygieneartikel und andere dringend benötigte Hilfsgüter, teilte die Mitteleuropäische Provinz des Ordens am 24. August 2026 mit.

mehr: Steyler Missionare helfen Erdbebenopfern auf Insel Flores
P. Rafael Bejarano Rivera, salesianischer Generalrat für Jugendpastoral, sprach mit Don Bosco Mission Austria über das verheerende Erdbeben in Kolumbien.
21. August 2026

Salesianer Don Boscos nach Erdbeben: Menschen nicht im Stich lassen

Nach dem verheerenden Erdbeben in Kolumbien am 10. August 2026 dürfen die Menschen jetzt nicht im Stich gelassen werden. Das betonte P. Rafael Bejarano Rivera, salesianischer Generalrat für Jugendpastoral, in einem Interview mit Don Bosco Mission Austria.

mehr: Salesianer Don Boscos nach Erdbeben: Menschen nicht im Stich lassen
Der österreichische Jesuit Gerald Baumgartner sprach mit „VaticanNews“ über die aktuelle Lage in Syrien.
20. August 2026

P. Gerald Baumgartner in Syrien: „Mehr Freiheit, zugleich mehr Unsicherheit“

Der österreichische Jesuit Gerald Baumgartner lebt seit vielen Jahren in Syrien. In Homs und Aleppo engagiert er sich mit anderen Jesuiten vor allem für die Jugend. Im Interview mit „VaticanNews“ beschrieb er die aktuelle Lage im Land mit den Worten, dass Menschen derzeit mehr Freiheit, aber auch mehr Ungewissheit und Unsicherheit erfahren würden.

mehr: P. Gerald Baumgartner in Syrien: „Mehr Freiheit, zugleich mehr Unsicherheit“
Glaube, der verbindet: Für P. Karl Wallner standen während seiner Zeit bei Missio Österreich die persönlichen Begegnungen mit den Menschen vor Ort im Mittelpunkt.
14. August 2026

P. Karl Wallner: Zehn Jahre im Dienst der Weltkirche

Nach zehn Jahren als Nationaldirektor von Missio Österreich verabschiedet sich P. Karl Wallner Ende August 2026 in eine neue Aufgabe. Im Podcast „Orden on Air“ spricht der Zisterzienser über bewegende Begegnungen in der Weltkirche, den Wandel der Missionsarbeit, die Kraft moderner Kommunikation und darüber, warum Europa von den Kirchen des globalen Südens lernen kann.

mehr: P. Karl Wallner: Zehn Jahre im Dienst der Weltkirche

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