Wernberger Missionsschwestern wählen Provinzleiterin wieder

2014 02 18 sr jm wagnerDie Missionsschwestern vom Kostbaren Blut wählten ihre bisherige Provinzoberin, Sr. Johanna Maria Wagner, wieder in ihr Amt. Sie hat ab sofort überdies auch die Funktion der Hausoberin im Kloster Wernberg (Kärnten) inne.

Als stellvertretende Provinzoberin und erste Assistentin bleibt Sr. M. Marcella Fellinger im Amt. Zur zweiten Assistentin wurde Sr. Monika Maria Pfaffenlehner, zur dritten Assistentin Sr. Silke Andrea Mallmann und zur vierten Assistentin Sr. Gertrud Petschan ernannt. Die österreichische Provinz mit Hauptsitz in Wernberg sowie Vertretungen in anderen Bundesländern zählt derzeit 75 Schwestern.

Seit 2009 Provinzoberin

Sr. Johanna M. Wagner stammt aus Niederösterreich und trat 1975 in das Missionskloster in Wernberg ein. 1978 legte sie ihre Erste Profess, 1985 die Ewige Profess ab. Von 1978 bis 1986 war Sr. Johanna außerdem als Religionslehrerin tätig. 16 Jahre lang wirkte die Niederösterreicherin im Kongo, wo sie unter anderem zwölf Jahre lang eine Schule in Bamanya in der Provinz Equateur leitete. Von 2003 bis 2005 war Sr. Johanna in Graz tätig, ehe sie 2005 nach Wernberg zurückkehrte, wo sie zunächst als Provinzsekretärin wirkte. Seit 2009 ist Sr. Johanna Provinzoberin der Missionsschwestern vom Kostbaren Blut.

Der Orden der "Missionsschwestern vom Kostbaren Blut" wurde 1885 vom Trappisten-Ordensmann Priester und Missionar Franz Pfanner (1825-1909) gegründet. Der in Langen bei Bregenz geborene Pfanner war 1879 nach Natal (Südafrika) aufgebrochen, um dort eine Klosterneugründung zu versuchen. 1882 gründete er in Südafrika das Kloster Mariannhill, 1885 dann den Frauenorden mit der im Rheinland geborenen Paula Edmunds als erster Generaloberin. Sie baute in Europa die Ausbildungsstätten für die Missionsschwestern auf und führte damit auch das Werk Pfanners fort. Heute umfasst der Orden rund tausend Schwestern mit Häusern und Gemeinschaften in Afrika, Europa, Nordamerika, Südkorea und Papua Neuguinea.

Im Südkärntner Wernberg sind die Missionsschwestern seit 75 Jahren.

Der Orden kaufte 1935 das Schloss Wernberg, das sich damals in einem schlechten Zustand befand. Die Schwestern machten den Renaissancebau auf einer Anhöhe über der Drau wieder bewohnbar. Während des Zweiten Weltkrieges dienten Teile der Anlage auch als Unterbringungsort für kranke und behinderte Menschen. Nach Kriegsende begann der Wiederaufbau; mittlerweile sind neben dem Kloster auch ein Bildungshaus und eine Gästepension entstanden. (Infos: www.klosterwernberg.at)

Quelle Foto: Kloster Wernberg

[rs]