Freistoß für Gott und die Welt

2014 02 21 priesterfussball1Vom 24. bis 28. Februar 2014 findet die Priesterfußball-Halleneuropameisterschaft in Weißrussland statt. Im priesterlichen Nationalteam sind auch zwei „ordentliche“ Himmelsstürmer.

Olé, olé, olé - mittlerweile findet sie zum achten Mal statt: Die Priesterfußball-Halleneuropameisterschaft, die 2004 von österreichischen Geistlichen „erfunden“ und ein Jahr später in Eisenstadt initiiert wurde. Heuer sind es insgesamt 14 Himmelsstürmer aus sechs Diözesen Österreichs, die am 24. Februar in Minsk/Weißrussland den Toren nachjagen werden. Mittendrin im priesterlichen Fußball-Nationalteam sind auch zwei Ordensmänner:

P. Justin Minkowitsch stammt aus dem Stift Lilienfeld, wo er 2002 eintrat und 2006 die Feierliche Profess ablegte. Der Zisterzienser ist Pfarrer in Annaberg und im „Nebenberuf“ Verteidiger.

P. Gabriel Bulai stammt aus dem Minoritenkloster Graz. Der gebürtige Rumäne wurde 2006 zum Priester geweiht und ist in der Pfarre Maria Hilf in Graz tätig  Der Franziskaner spielt als Stürmer.

Natürlich setzt die Mannschaft mit dem höchsten Altersdurchschnitt vor allem auf Gottes Hilfe – aber ein bisserl „weltliche“ Unterstützung kann auch nicht schaden. Deshalb holten sich die 14 Himmelsstürmer auch Tipps vom Fußball-Profi: ÖFB-Teamspieler und Austria Wien-Kapitän Manuel Ortlechner steht ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

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Allzu große Chancen rechnen sich die heimischen Balljäger nicht aus; ein Platz im Mittelfeld wird angestrebt. Favorit ist Titelverteidiger Polen; seine Mannschaft verfüge über einen sehr jungen Kader, der beinahe professionell von mehreren Trainern betreut und fast Landesliganiveau hätte. Aber ums Siegen gehe es ohnehin nicht.

Bisherige Europameisterschaften im Priesterfußball wurden 2005 in Österreich (Eisenstadt), 2006 in Kroatien (Zagreb), 2007 in Bosnien (Sarajewo), 2009 in Portugal (Braga), 2011 in Polen, 2012 in Ungarn und 2013 in Slowenien (Celje) ausgetragen. Der Austragungsort für 2015 soll übrigens wieder Österreich werden.

Quelle Foto: Zarl/Diözesansportgemeinschaft St. Pölten

[rs]