Kurienerzbischof ermutigt Österreichs Ordensfrauen

2014 03 03 Giovanni Angelo BecciuOrden sollen besonders auf die jüngsten und ältesten Mitglieder hören, um sich von toten Strukturen zu befreien.

Ordensgemeinschaften müssen auf das Miteinander der verschiedenen Lebensalter, besonders der Ränder, achten: Das hat Angelo Becciu, Mitarbeiter des Staatssekretariats des Vatikans, in einer Botschaft an die Vereinigung der Frauenorden Österreichs hervorgehoben. Über deren Jahrestagung in Vöcklabruck in der Vorwoche zum Thema "Altersgemäß leben in Orden" sei Papst Franziskus informiert worden, teilte der Kurienerzbischof in seinem Schreiben an die Ordensoberinnen mit.

Um in der Gegenwart stets die Zeichen der Zeit zu erkennen, müsse man besonders die Jugendlichen und die Alten anhören, zitierte Becciu den Papst aus dessen Pastoralschreiben "Evangelii gaudium". Auch bei den Orden sollten die Älteren "das Gedächtnis und die Weisheit der Erfahrung einbringen, während die jungen Mitglieder die Gemeinschaft für die Zukunft öffnen". Letzteres sei wichtig, damit sich Orden von Gewohnheiten und Strukturen befreien könnten, "die in der heutigen Welt keine Überbringer von Leben mehr sind".

Wenn sich junge und alte Ordensleute einander nahe seien, könnten sie "tragende Säulen" bilden, die das Wesentliche im Ordensleben zum Ausdruck bringen könnten: Dies sei das Fallenlassen in die Liebe Gottes und das Weiterschenken dieser Liebe an die Menschen durch den persönlichen Einsatz, formulierte der Kurienerzbischof.

Quelle Foto: katholisch-informiert.ch

[rs]