Einweihungsfest in der Zisterzienserinnen-Abtei Marienkron

marienkron 120Nach knapp einem Jahr Bauzeit wurde am 29. März 2014 der neue Klosterzubau in der Zisterzienserinnen-Abtei Marienkron eingeweiht. Administratorin Sr. Ancilla Betting konnte rund 200 Gäste zu dem stimmungsvollen Festakt begrüßen, darunter auch die Ehrengäste Bischof Paul Iby und Landeshauptmann Hans Niessl.

Bei strahlend schönem Wetter präsentierte Administratorin Sr. Ancilla Betting den neuen Wohntrakt für die 14 Ordensschwestern der Zisterzienserinnen-Abtei Marienkron im burgenländischen Mönchhof. Der Zubau war dringend notwendig geworden, weil die bisherige Unterkunft seit 1959 nicht mehr adaptiert worden war. Stiftbaumeister Arnold Link und Ökonom P. Markus Rauchegger, beide aus Heiligenkreuz, gestalteten zweckmäßige Zellen, die den Ordensfrauen endlich eine zeitgemäße, wenn auch bewusst einfach gehaltene Wohnsituation ermöglichen.

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Einweihung durch den Heiligenkreuzer Abt Maximilian Heim

In ihrer Rede dankte Sr. Ancilla dem Freundeskreis Marienkron, dem Stift Heiligenkreuz und den zahlreichen Unterstützern, die diesen Bau durch ihre Aktivitäten und Mitfinanzierungshilfen ermöglicht haben. Anschließend weihte Abt Maximilian Heim aus dem Stift Heiligenkreuz in einem feierlichen Pontifikalamt das neue Gebäude ein. In seiner Predigt ging er auf das Thema „Wo wohnt Gott“ ein, um mit Psalm 22 zu sagen, der Lobgesang ist der Ort, wo Gott wohnen will.

Schwestern Marienkron

Ehrengäste aus Kirche und Politik

Als Ehrengäste konnten die Marienkroner Schwestern Bischof em. Paul Iby, den Generalprokurator des Zisterzienserordens, P. Meinrad Toman, sowie zahlreiche Mitschwestern und Mitbrüder aus ganz Österreich begrüßen. Bischof Iby stellte in seiner Ansprache den geschichtlichen Hintergrund des Kloster Marienkrons in den Mittelpunkt. „Wenn wir zurückschauen, denken wir an die Errichtung des Zisterzienserinnenklosters in Mönchhof im Jahre 1955. Abt Karl Braunstorfer von Heiligenkreuz wollte eine ‚Gebetsstätte‘ an der Grenze zum Eisernen Vorhang errichten.“, erinnerte sich Bischof Iby. Im Jahre 1968 wurde dieses Kloster um ein Kneipp- und Erholungszentrum erweitert. „Es ging dabei um das Angebot für Menschen, damit sie sich an ‚Leib und Seele‘ erholen. Dies wurde vor allem auch dadurch angestrebt, dass die Schwestern nicht nur im Kurhaus tätig waren, sondern dass immer wieder die Klosterkirche zum Gebet und zur Besinnung eingeladen hat.“ Aus der Politik waren Landeshauptmann Hans Niessl, Klubobmann Rudolf Strommer und der Bürgermeister von Mönchhof, Josef Kolby, nach Mönchhof gekommen. Landeshauptmann Nissl betonte in seiner Rede die traditionell gute Zusammenarbeit mit der Abtei und deren wirtschaftliche Bedeutung für das Bundesland Burgenland.

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Weitere Sanierung geplant

Bei der Besichtigung des neuen Zubaus und der anschließenden Agape verriet Sr. Ancilla, dass sie schon weitere Sanierungspläne hätte. Im Altbau würden dringend Räumlichkeiten als Arbeitsräume und Gästezimmer benötigt. Und auch der Zustand der Nordfassaden-Fenster sei derart schlecht, dass eine Erneuerung zwingend geworden sei. Jahrzehntelang war Kloster Marienkron hauptsächlich für seinen Kurbetrieb bekannt. Seit der Übergabe des 1969 errichteten Kneippkurhauses an die Vinzenzgruppe besinnt sich die Abtei immer mehr auf den Schwerpunkt der Einkehr, Besinnung und Kontemplation. In Kürze soll zum ersten Mal ein "Oasentag" für Religionslehrer und die Möglichkeit eines "Klosters auf Zeit" angeboten werden.

Website der Abtei Marienkron

Fotos: Emmerich Mädl

[rs]