Immer mehr gemischte Klassen in Ordensschulen

2014 09 09 schule 120Viele Ordensschulen brechen mit der Tradition, reine Mädchen- oder Bubenschulen sein zu wollen, und entschließen sich mit dem heurigen Schuljahr zu dem mutigen Schritt, gemischte Klassen anzubieten.

Ordensschulen haben einen ausgezeichneten Ruf. Deshalb stößt das Angebot derjeniger, die bisher nur jeweils für Mädchen oder Burschen geöffnet hatten, in Zukunft auch gemischte Klassen zu erlauben, bei vielen Eltern auf großes Interesse.

Herz-Jesu-Missionare in Salzburg

Das bisherige Buben-Gymnasium der Herz-Jesu-Missionare in Salzburg-Liefering öffnet heuer zum ersten Mal auch für Mädchen seine Türen, die bei der Prämiere bereits ein Drittel der Anmeldungen ausmachten. Doch für Direktor Mag. Peter Porenta gehört "gemeinsamer Unterricht von Mädchen und Buben zu einer modernen Schule".

Ursulinen-Schule in Salzburg

Eine ähnliche Ansicht vertritt auch Mag.a Herlinde Aichner, Direktorin des Gymnasiums bzw. Oberstufenrealgymnasiums St. Ursula in Salzburg-Glasenbach. Es sei "einfach an der Zeit gewesen", auch Buben in der Ursulinen-Schule aufzunehmen. 300 Jahre Mädchenschule seien genug.

Gymnasium der Ursulinen in Innsbruck

Auch für das Wirtschaftskundliche Realgymnasium der Ursulinen in Innsbruck beginnt nach 323 Jahren ein neuer Abschnitt: 36 Burschen werden die bisher reine Mädchenschule besuchen. Allerdings wolle man jahrhundertealte Traditionen nicht von heute auf morgen über den Haufen werfen, betonte Direktor Mag. Georg Klammer, deshalb blieben von den fünf ersten Klassen zwei wie bisher ausschließlich Mädchen vorbehalten. Dennoch, auch hier sei man an der Schule von der Notwendigkeit gemischter Klassen überzeugt. (Siehe auch Bericht in ORF/Tirol heute.)

Quelle Foto: Gymnasium bzw. ART ORG St. Ursula

 [rs]