Gedenktafel für Missbrauchsopfer im Stift Kremsmünster

2014 09 17 tafel 120Das Stift Kremsmünster bemüht sich weiterhin um die Aufarbeitung vergangener Missbrauchsfälle und entsprechende Präventionsmaßnahmen. Im Auftrag des Stiftes untersucht das Münchner Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) seit eineinhalb Jahren die Vorfälle hinsichtlich physischer, psychischer und sexueller Gewalt an ehemaligen Schülern des Stiftsgymnasiums bzw. des früheren Internats. Im Zuge der Aufarbeitung sei die Idee eines Gedenkzeichens entstanden, die nun umgesetzt wurde. Im Durchgang von äußerem Stiftshof zu Gymnasium und Sternwarte wurde eine Gedenktafel angebracht.

Abt Ambros Ebhart begründete die Initiative so: "Mit dieser Gedenktafel wollen wir das Leid der Opfer anerkennen. Wir haben auch mit derzeitigen Lehrern, Schülern und Eltern sowie ehemaligen Schülern über ein Zeichen gesprochen, das diesem Anliegen gerecht werden kann. Für die Zukunft erinnert uns diese Tafel fortwährend an unsere Verantwortung im Umgang mit jungen Menschen."

Der Text, der auch in Absprache mit der Gerichtsgutachterin Adelheid Kastner formuliert wurde, lautet: "Niemand soll traurig werden im Haus Gottes." (Regel des heiligen Benedikt 31,19) In Erinnerung an jene Schüler, die in Internat und Schule physische, psychische und sexuelle Gewalt erfahren haben. Ihr Leid ist uns Mahnung und Ansporn für die Zukunft."

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