Limbi zu Gast im Bildungszentrum Kenyongasse

2015 02 16 limbi 120Am "Tag des Bildungszentrums Kenyongasse" konnte das Leitungsteam, Geschäftsführer Martin Pfeiffer und Sr. Judith Lehner in Kooperation mit den Dominikanerinnen Wien einen besonders „emotionalen“ Gast begrüßen: Limbi kam gemeinsam mit seinem Schöpfer, „Simplify“-Erfinder Werner Tiki Küstenmacher, um zu zeigen: Der Weg zum Glück führt durchs Gehirn.

Auf Wienerisch würde man es so ausdrücken: Das limbische System is a Hund. Oder zumindest ein hundeähnliches Wesen. Nein, kein Schweinehund, eher erinnert es an eine Mischung aus Zwergpudel und Schaf, zumindest wenn es von Werner Tiki Küstenmacher gezeichnet wird. Das flauschige Wesen mit dem Namen „Limbi“ war am Freitag, 13. Februar 2015 am „Tag des Bildungszentrums Kenyongasse“ ebendort mit seinem Schöpfer auf Besuch, um das Leben der anwesenden Zuhörerinnen und Zuhörer zu simplifizieren.

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Geschäftsführer Martin Pfeiffer vom Bildungszentrum Kenyongasse präsentierte den heurigen Referenten, Werner Tiki Küstenmacher. (c) Manuela Wustinger/Bildungszentrum Kenyongasse

Im Gegensatz zur Großhirnrinde, die rein rational arbeitet, entscheidet Limbi, das limbische System, rein emotional auf Basis von Wut, Angst, aber auch mit Überraschung und Freude. Limbi warnte uns in früheren Epochen vor Säbelzahntigern und anderen Gefahren, weil es deutlich schneller reagierte als unser "vernünftiges" Großhirn. Soweit sein Vorzug. Sein Nachteil: Immer wenn es etwas „Unangenehmes“ zu erledigen gibt, die Steuererklärung, die Diät, das Lauftraining, etc., dann schaltet sich Limbi ebenfalls ein und sagt: Ach, ist doch gar nicht notwendig. Limbi zu überlisten oder zu bezwingen, funktioniert eher schlecht als recht. Eigentlich funktioniert es gar nicht.

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Kein innerer Schweinehund, sondern ein Freund: Limbi, das limbische System. (c) Manuela Wustinger/Bildungszentrum Kenyongasse

Simplify your life

Werner Tiki Küstenmacher ist evangelischer Pfarrer, TV-Moderator, Karikaturist, vielgebuchter Referent und Autor des Weltbestsellers „Simplify your Life“. Selbst betroffen vom Burnout, entwickelte Küstenmacher in Zusammenarbeit mit Ärzten und Psychologen ein Programm mit fünf einfachen simplify-Ritualen, um dieses Gefühl, alles geht zu schnell, alles wird zu viel, erfolgreich zu bekämpfen: Indem man das Leben vereinfacht. Und in der Folge erleichtert. In seinen Büchern und Vorträgen stellt er direkt umsetzbare Techniken vor, mit denen Menschen auf verblüffend einfache Weise dafür sorgen können, dass es bei ihnen nicht zu viel wird.

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Beim Vortrag von Werner Tiki Küstenmacher am Tag des Bildungszentrums Kenyongasse stand der Spaß, vor allem aber die Bildung im Zentrum. (c) Manuela Wustinger/Bildungszentrum Kenyongasse

Doch Küstenmacher fragte sich, ob es nicht einen General-Tipp gibt, eine Art Masterplan zur Vereinfachung des Lebens? Mit Hilfe der Neurowissenschaften wurde ihm klar: Der Schlüssel zu einem einfacheren, glücklicheren Leben steckt in unserem Gehirn, in einer ganz besonderen Region, eben im limbischen System. Küstenmachers Tipp: Limbi darf man nicht überlisten, sondern man muss es sich zum Freund machen. Indem man sein sein Leben so organisiert, dass es limbifreundlich wird. Der Trick liegt darin, mit Limbi zusammenarbeiten. Wenn das funktioniert, ist die Basis für ein einfacheres und damit glücklicheres Leben gelegt.

Dem Bildungszentrum Kenyongasse, dessen Erhalter die Schwestern vom Göttlichen Erlöser sind, ist es in Kooperation mit den Dominikanerinnen Wien gelungen, mit Werner Tiki Küstenmacher einen Referenten zu präsentieren, der kurzweilig und ganz ohne Zeigefingermoral Wege aufzeichnete, die zu einem einfacheren Leben führen können. Die amikale Atmosphäre trug wesentlich dazu bei, dass an diesem Nachmittag in der Kenyongasse neben dem Spaß auch ganz eindeutig die Bildung im Zentrum stand.

[rs]