Fürnsinn 75: Wichtig ist Begeisterung und Überzeugung

120 IMG 7512Der Dienstälteste unter den Äbten und Pröpsten in Österreich Maximilian Fürnsinn feierte seinen 75. Geburtstag am 22./23. April 2015 im Rahmen des Hochfestes des hl. Georg im Stift Herzogenburg. „Es wird alles gut“ wurde zum Code-Wort in seinem Leben.

 

„Propst Maximilian versteht es die Herzen der Menschen aus verschiedenen Schichten anzurühren. Er ist ein ansprechender Redner, Vortragender und Prediger. Er scheut sich auch nicht, Dinge beim Namen zu nennen und er hat in allem Überzeugungskraft. Vieles geht auf seine Schaffenskraft und seine Energie zurück.“ So gratuliert der Stiftsdechant und Mitbruder H. Mauritius Lenz Propst Fürnsinn. Die Stiftskirche war voll mit Gästen und der Schönbergchor umrahmte die feierliche Vesper und den Festakt im Festsaal.  Lenz weiter: „Wichtig ist Begeisterung und Überzeugung. Da ist er uns immer vorangegangen. Und: Er hat Humor.“ Lenz schildert Lebensstationen von Fürnsinn und verweist dabei dort und da auf Anektoten, die zum Teil in seiner Biografie nachzulesen sind. „Den tiefsten Halt hat er in Gott gesucht und gefunden.“ Als Geburtstagsgeschenk soll durch die tatkräftige Unterstützung vieler das hl. Grab in Herzogenburg renoviert werden.

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Motivierend und mutig

Landeshauptmann Erwin Pröll überbrachte die Gratulation des Landes und würdigte Fürnsinn als „Bewahrer und Baumiester zugleich“. Seine Managementqualitäten liegen im umsichtigen Wirtschaften und im vorausschauenden Handeln. „Er war immer motivierend und mutig.“ Weiters würdigte er den „Seelsorger und Hirten“, der „klare, glaubwürdige und, wenn es sei musste, auch mahnende Worte findet“. Pröll sieht in Fürnsinn eine „große Priesterpersönlichkeit“ und man merkt, „dass dir dein Wirken Freude macht“. Das wirkt ansteckend in allen Begegnungen. Gekommen sind Gäste aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Kirche, unter ihnen Bischof Klaus Küng, Weihbischof Anton Leichtfried, Superindentent Paul Weiland, viele Äbte und Ordensfrauen.

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Leidenschaft und Begeisterung

„Ich bin dankbar und in gewisser Weise lebenssatt“, meint Fürnsinn in seinen Dankesworten nach den Darbietungen des Schönbergchores, der mit der modernen „geografischen Fuge“ eine Uraufführung bot. Fürnsinn nahm Bezug auf den frühen Verlust der Mutter: „Solche Verwundungen spürt man ein Leben lang. Aber sie machen einen sensibel, aufmerksam und halten die Sehnsucht wach. Als Grundwort, Code-Wort in meinem Leben hat mich immer begleitet: Es wird immer alles gut. In allen Situationen sage ich mir das.“ Fürnsinn drückt seine Dankbarkeit aus: „Ich darf in einer Gemeinschaft leben und fühle mich dabei reich beschenkt. Gemeinsam leben, arbeiten und beten.“ Fürnsinn ist mit seinen 36 Jahren der längst dienende Propst in der 900-jährigen Geschichte des Stiftes Herzogenburg. 27 Jahre war er Vorsitzender der NÖ-Äbtekonferenz und 15 Jahre Vorsitzender der Superiorenkonferenz der Männerorden in Österreich. Unter den Gratulanten waren daher der jetzige Vorsitzende Abtpräses Christian Haidinger, die Präsidentin der Vereinigung der Frauenorden Österreichs Sr. Beatrix Mayrhofer, die Generalsekretäre P. Erhard Rauch und Sr. M. Cordis Feuerstein. Fürnsinn abschließend: "Dort, wo Leidenschaft dahinter steht, dort geht etwas weiter."

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Sitft Herzogenburg

[fk]