Präsidentin Mayrhofers Gedanken zum Welterschöpfungstag

2015 08 13 sr beatrix 120Der Mensch verbraucht die natürlichen Ressourcen der Erde viel schneller als sie unser Planet regenerieren kann. Symbolisch dafür wird jedes Jahr der "Welterschöpfungstag" ausgerufen - mit dem 13. August, 140 Tage vor Jahresende, ist der Termin 2015 so früh wie noch nie erreicht worden. Sr. Beatrix Mayrhofer, Präsidentin der Vereinigung der Frauenorden Österreichs, hat sich dazu ihre Gedanken gemacht.

Es sind nur zwei Buchstaben. Aber diese zwei Buchstaben haben eine bedrängende Botschaft. Sie erinnern uns an die ER-Schöpfung. Voriges Jahr war es noch der 19. August, heuer haben wir schon 6 Tage früher den Welt-ER-Schöpfungstag erreicht.

Zwei Tage vor dem Fest der vollendeten Schöpfung, dem Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel, haben wir verwendet, verschwendet, was uns die Erde bis zum Ende des Jahres geben kann. Unser jährlicher Verbrauch an natürlichen Ressourcen ist größer als die Regenerationskraft der Natur. Weil im Osten des Landes die außergewöhnliche Hitze am 13. August auch ihren Höhepunkt erreicht, bleibt zu hoffen, dass die hohen Temperaturen gerade an diesem Tag das Nachdenken und Umdenken fördern. Papst Franziskus bietet als Ermutigung den 1. September an als Tag des Gebetes um die Bewahrung der Schöpfung. Auch Menschen, die einen Pilgerweg gehen, sind eine Ermutigung.

Das Gehen und Nachdenken, miteinander Reden und voneinander Lernen sind Hoffnungsschritte, gerade auch dann, wenn diejenigen, die so unterwegs sind, selbst die Erschöpfung spüren.

Die Erd-Er-Schöpfung braucht dieses Angehen. Und eine große Zuversicht. Das letzte Buch der Bibel hat eine Botschaft mit drei Buchstaben: „Seht, ich mache alles NEU!“ (Offb 21,5)

[rs]