Eine Kultur der Liebe anregen und leben

 

120IMG 2946Über 300 BesucherInnen füllten den Festsaal des Klinikum Wels-Grieskirchen beim ersten „Theodosius-Symposium“ der Kreuzschwestern Europa-Mitte in Wels am 7. Okt 2015. „Werden wie ich bin“ war das Motto.

 

„Unser Gründer P. Theodosius war eine hellwache und tatkräftige Persönlichkeit. Er stellte sich in seiner Lebensführung ganz der Not seiner Zeit.“ Das stellte die Provinzoberin Sr. Gabriele Schachinger bei der Begrüßung mit Hinweis auf ihren umtriebingen Ordensgründer und schweizer Kapuzinerpater Theodosius Florentini (1808-1865) ganz an den Anfang. Von bleibender Bedeutung sind seine Bemühungen, den Bildungsnotstand im Schulwesen zu beheben, Frauen in sozialkaritativen Aufgaben zu unterstützen und die sozialen Probleme des Industriezeitalters aufzugreifen. „Für heute heißt das, eine Kultur der Liebe anzuregen und zu leben“, spannte die Provinzleiterin den Bogen in das Heute. Immer aktuell ist daher auch das Motto der Kreuzschwestern: „Was Bedürfnis der Zeit ist Gottes Wille“. Der Linzer Generalvikar und Prämonstratenser Severin Lederhilger sieht in P. Theodosius einen „hellhörigen Visionär und einen tatkräftigen Praktiker“. Lederhilger erkennt heute eine gewisse Gotttaubheit: „Es gibt eine gewisse Schwerhörigkeit Gott gegenüber und so fehlt eine entscheidende Wahrnehmung. Der Raum des Lebens wird so reduziert. Durch einen Tinitus permanenter ökonomischer Sachzwänge ist die Frequenz Gottes nicht mehr zu hören.“ Den 3.900 Kreuzschwestern weltweit und ihren MitarbeiterInnen wünscht er, dass es gelingt, „sich auf die Frequenz Gottes sauber und klar einzustellen“.

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Internationale ReferentInnen

Br. Paulus Terwitte von den Kapuzinern in Frankfurt ermutigte, der „bin dann mal weg“-Mentalität ein klares Da-Sein für die Menschen hier und jetzt entgegenzusetzen. Er sieht Ordensleute als besondere Zukunftspartner der Menschen. Prof. Ulrich Hemel aus Laichinger referierte über ein menschenwürdiges Wirtschaften im christlichen Kontext. Birgit Langebartels aus Köln sprach über die Notwendigekeit von Kultur und Bildung in Unternehmen und der Arzt und Autor Ellis Huber aus Berlin stellte die Perspektiven einer sozialen Gesundheitspflege in den Raum. Musiziert hat die Gruppe „Mundwerk“ des Pius-Institutes der Kreuzschwestern.

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Kreuzschwestern Europa-Mitte

Die Präsentationen zu den einzelnen Vorträgen finden Sie hier.

[fk]