Klöster und Stifte als Ausflugsziele

Dass #GemeinschaftHält und Kooperationen das Leben reicher machen konnte man am vergangenen Sonntag in der Stiftskirche von St. Paul im Lavanttal erleben. Der Administrator P. Maximillian Krenn noch aus seiner Zeit in Göttweig bekannte Gesangsverein Rabenstein folgte ihm nun im Zuge eines Chorausflugs nach St. Paul nach und bereicherte dort den Gottesdienst mit musikalischen Einlagen. Gleichzeitig bestätigen die Sänger und andere Besucher wie toll das Stift in atemberaubender Lage inkl. Museum, Garten und Bibliothek sich als Ausflugsziel eignet.

Der Chor aus dem Geburtsort von Kardinal Franz König begleitete den Gottesdienst mit einem bunten Programm von rhythmischen Liedern bis zu klassischen Stücken wie dem Ave Maria. Diese Zusammenführung war für den Chor, der zu zwei Dritteln aus Frauen besteht, wie auch Administrator Krenn sehr erbauend und ein schönes Erlebnis das zeigt das Gemeinschaft hält. Die Bekanntschaft entstand während der Göttweiger-Zeit des Administrators, während er in der Pfarre Rabenstein öfters Gottensdienst gehalten hat.

st paul chor750Der Gesangsverein Rabenstein mit dem Administrator Maximillian Krenn. (c) fkaineder

Dass ein Besuch von Stiften und Klöstern wie St. Paul im Lavanttal sich nicht nur wegen eines Gottesdienstes lohnt sondern man einen kompletten Tagesausflug bunt gefüllt gestalten kann bestätigten alle Besucher. Die Angebote in St. Paul umfassen Ausstellungen, eine neu gestaltete Bibliothek, Kunstschätze (Kunst- und Büchersammlung), Malerei (Gemäldegalerie), Kunst.werk.statt Kloster, Fasten & Ostern, Advent & Weihnachten, Wallfahrten, Pilgern (Benediktweg), Musik & Theater (Kultursommer).
Wer sich für Ausflüge dieser Art interessiert sollte sich auf www.kloesterreich.at umschauen, dieser Initiatve gehören mittlerweile Klöster aus Österreich, Deutschland, Schweiz, Tschechien und Ungarn
an.

stpaul1 750Stift St. Paul (c) fkaineder


Das Stift St. Paul im Lavanttal ist ein 1091 gegründetes Kloster des Benediktinerordens in Unterkärnten. Seine Gebäude stehen in 400 m Seehöhe auf einer Felskuppe am Übergang vom mittleren zum unteren Lavanttal oberhalb des Hauptortes der gleichnamigen Kärntner Marktgemeinde. Die heute bestehenden Gebäude der weitläufigen Anlage des Stifts wurden großteils im 17. Jahrhundert in barockem Stil errichtet. Älter ist die Stiftskirche, eine romanische Pfeilerbasilika, die vermutlich ab dem letzten Drittel des 12. Jahrhunderts erbaut und im frühen 13. Jahrhundert vollendet wurde.

Das Stift wurde 1782/87 unter Josef II. aufgehoben, jedoch schon 1809 durch Mönche aus dem Kloster St. Blasien wiederbesiedelt. Abgesehen von einer weiteren Aufhebung in der Zeit des Nationalsozialismus (1940–45) wird das Stift St. Paul seit seiner Gründung ununterbrochen durch die Benediktiner unterhalten und ist somit das älteste noch heute aktive Kloster in Kärnten. Besondere Bedeutung kommt dem Stift durch seine umfangreichen und wertvollen Kunst- und Büchersammlungen zu, die Abtei betreibt außerdem das private Stiftsgymnasium St. Paul, dem rund 700 Schüler angehören.

Ein großer Land- und Forstbetrieb wird vom Kloster geführt, aus dessen Ertrag die täglichen Verbindlichkeiten bestritten werden.

Der Bereich des Angebotes von klösterlichen Tagen, aber auch das Abhalten von Seminaren und Kursen gehört zu den Aufgaben der Klosterfamilie von St. Paul. Ein wichtiger Faktor ist die Betreuung von Gästen und Pilgern (Benediktweg), die das Kloster besuchen.

st paul plakat 750#GemeinschaftHält am Plakat in Stift St. Paul (c) fkaineder

#GemeinschaftHält bei den Ordensgemeinschaften

 

[mschauer]