Stift Wilhering pflegt internationale Beziehungen nach Bolivien weiter

Mit einem dreiwöchigen Besuch hat der Abt des Zisterzienserstiftes Wilhering und Mitglied des Vorstandes der Superiorenkonferenz der Männerorden in Österreich Reinhold Dessl  im Juli 2018  die Kontakte zu den Zisterzienserinnen in Bolivien (Apolo und La Paz) wieder intensiviert. Vor 90 Jahren ist Abt Justin Wöhrer erstmals nach Bolivien aufgebrochen. Hier der Reisebericht.

"Es gehört zu den Verdiensten meines Vorgängers Abt Gottfried Hemmelmayr, dass er nach dem Tod von P. Nivard Preining, der als bisher letzter Wilheringer Pater in Bolivien 1992 in La Paz starb, durch mehrere Reisen wieder einen intensiven Kontakt mit dem Land aufgenommen hat. Begonnen hat die Präsenz der Wilheringer in Bolivien im Jahre 1928, als der damalige Prior und Direktor des Stiftsgymnasiums Dr. P. Justin Wöhrer einem Aufruf des Erzbischofs von La Paz folgend, in der kleinen Provinzhauptstadt Apolo (heute Provinz „Franz Tamayo“, früher „Caupolicán") ankam. Es war für mich bewegend, 90 Jahre nach der Ankunft des ersten Wilheringer Paters in derselben Pfarrkirche am 15. Juli 2018 wieder einen Sonntagsgottesdienst zu feiern. Vor allem die älteren Pfarrbewohner haben die letzten Wilheringer Patres noch lebhaft in Erinnerung. Die ab 1929 von Abt Justin ins Land gerufenen Zisterzienserinnen wirken immer noch segensreich mit einem Kloster in Apolo und einem weiteren Kloster in La Paz." So beginnt Abt Reinhold seinen achtseitigen Reisebericht, der auf der Website des Stiftes Wilhering mit vielen Links und Fotos ergänzt wird.

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Abt Reinhold Dessl inmitten der Zisterzienserinnen in Bolivien (Foto: Stift Wilhering)

Weitere Präsenz hängt an den Berufungen

„Bolivien ist ein landschaftlich faszinierendes Land mit vielen Bodenschätzen und einer sehr gastfreundlichen, lebensfrohen Bevölkerung. Zugleich ist das Land aber von vielen Problemen belastet und hat noch viele Entwicklungsschritte vor sich.“ Abt Dessl beginnt so sein Eindrücke zusammenzufassen: „Der Aufbruch von P. Justin Wöhrer aus dem Stift Wilhering nach Apolo 1928 lebt heute in der Aktivität von zwei kleinen Frauengemeinschaften weiter, die zwei entlegene Außenstellen des Zisterzienserordens in Südamerika darstellen. Die Schwestern sind sehr dankbar für Besuche, Verbindungen und Unterstützungen aus dem Ausland und leisten trotz des schwierigen Umfeldes eine bewundernswerte Arbeit in Schule und Landwirtschaft. So wie in Europa wird auch in Bolivien die Zukunft dieser Werke eng mit der Frage der Entwicklung der Berufungen zusammenhängen. Die Arbeit der Wilhering Patres in Bolivien ist ein Teil der Geschichte des Stiftes und eine Basis, auch in Zukunft die Kontakte im beiderseitigen Interesse zu fördern.“

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Reisebericht von Abt Reinhold Dessl (PDF)

Weiterführende Links zu Fotos und Videos

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