Missionsschwestern „Königin der Apostel“ übernehmen Redemptoristinnenkloster

Aufgrund der abnehmenden Zahl an Schwestern und dem hohen Altersdurchschnitt, hat sich der seit 1852 in Ried ansässige kontemplative Orden vom Hl. Erlöser (Redemptoristinnen, OSSR) auf die Suche nach einer Nachfolgeregelung gemacht. Die Missionsschwestern  „Königin der Apostel“ übernehmen seit 4 Jahren wichtige Aufgaben und haben nun der gesamten Übernahme des Klosters zugestimmt. Die derzeit 6 Redemptoristinnen bleiben in ihrem Bereich als eigene Kommunität mit einem eingetragenen Bleiberecht. Die gesamten finanziellen Verpflichtungen, Verpflegung für die Schwestern, die notwendige Pflege uam. werden nunmehr von den Missionsschwestern übernommen.

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Mit der notariellen Vertragsunterzeichnung und einem festlichen Gottesdienst am 18. August wurde die Übergabe des Klosters St. Anna der Redemptoristinnen in Ried im Innkreis vollzogen.Der frühere Provinzial der Redemptoristen und nunmehrige Eisenstädter Bischofsvikar P. Lorenz Voith begleitete diesen Prozess der beiden Gemeinschaften seit über vier Jahren. Die Diözese Linz stimmte der Übernahme von St. Anna zu.

Die Missionsschwestern Königin der Apostel wollen in Ried die Kommunität mit mehreren Schwestern ausbauen und auch außerhalb des Klosters pastorale und soziale Aufgaben übernehmen.

Die Redemptoristinnen wurden 1731 von der Sel. Sr. Celeste Crostarosa und dem hl. Alfons von Liguori als kontemplative Ordensgemeinschaft im süditalienischen Scala – bei Amalfi – gegründet. Jedes Kloster ist selbstständig, es gibt nur eine lose Zusammenarbeit mit anderen Klöstern. Derzeit zählen die Redemptoristinnen weltweit über 550 Schwestern in 46 Klöstern. In der Ukraine und in Indien werden in diesem Jahr neue Klöster gegründet. In Österreich besteht in Lauterach (Vorarlberg) noch ein weiteres Redemptoristinnenkloster.

Die Missionsschwestern Königin der Apostel wurden 1923  in Wien gegründet. Vor allem der Wiener Erzbischof Kardinal Innitzer förderte persönlich diese neue Ordensgemeinschaft. Ziel des Institutes war der missionarische Einsatz in Asien, vor allem in Indien. Derzeit zählt die Kongregation über eintausend Schwestern in Europa, Afrika und Asien, wobei die Zahl wächst. Das Mutterhaus des Ordens befindet sich in Wien-Neuwaldegg.

Dank und Neubeginn

P. Lorenz Voith dankte beiden Gemeinschaften für das gute Klima der Vorbereitungen dieser Vereinbarung und die Zusammenarbeit eines kontemplativen und eines apostolisch tägigen Ordens unter einem Dach. Es ist das erste derartige Zustandekommen eines solches Zusammenlebens in Österreich. Die Präsenz der Redemptoristinnen haben über 160 Jahre Ried im Innkreis mitgeprägt, "Dafür dürfen wir ein großes Vergelt’s Gott sagen!“

Sr. Nanditha, die Generaloberin der Missionsschwestern „Königin der Apostel“ unterstrich, „dass unsere Präsenz in Ried vor allem auch als missionarische Herausforderung gesehen wird, die wir gerne annehmen“.

[mschauer]