Kirche geht an die Ränder und in für sie ungewöhnliche Bereiche

Am Samstag fand der Tag des Sports im Wiener Prater statt. Auch Ordensleute waren mit P. Johannes Paul Chavanne vertreten. Man folgt damit dem Appell von Papst Franziskus „an die Ränder“ zu gehen: „Wenn der Berg heute nicht mehr zum Propheten kommt, dann kommen wir Kirchensportler eben zum Berg!“ P. Johannes Paul Chavanne erkennt im Sport ein #waches Leben: „Der Mensch ist vom Schöpfer so geschaffen, dass er einen Leib hat, den er bewegen muss. Zu einem gesunden und wachen Menschenleben gehören zwei Arten von Bewegung: Die äußere des Körpers und die innere des Herzens.“

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(c) Erzdiözese.at


Österreichs Kirchensportler präsentierten sich am Samstag beim "Tag des Sports" im Wiener Prater.

P. Johannes Paul Chavanne berichtet:“ Es war ein toller Tag und ich finde jedes Jahr mehr Gefallen an dieser Veranstaltung. Man kommt mit vielen Menschen zusammen und es ergeben sich sehr viele gute Gespräche die auch weit über den Sport an sich hinausführen.“
Warum das Engagement für den Sport so wichtig für ihn ist beantwortet Chavanne sehr klar: „Ich bin der Meinung dass der Mensch einen Leib und eine Seele hat und es wichtig ist, dass beides zusammenpasst. Es gehört zum Mensch sein dazu, dass man den Leib trainiert und den Körper fit hält, genauso wie man auch seine Seele trainiert. Der Mensch ist vom Schöpfer so geschaffen, dass er einen Leib hat, den er bewegen muss. Zu einem gesunden und wachen Menschenleben gehören zwei Arten von Bewegung: Die äußere des Körpers und die innere des Herzens.“

Er führte gemeinsam mit den Vorsitzenden der Diözesansportgemeinschaft Österreichs mit vielen Menschen Gespräche über Kirche und Sport sowie über ethische Sportfragen: "
Der DSGÖ-Vize erklärte seine Motivation für den kirchlichen Sport ua. mit dem Appell von Papst Franziskus, "an die Ränder" zu gehen und damit auch in für die Kirche ungewöhnliche Bereiche. Wenn der Berg heute nicht mehr zum Propheten komme, dann kommen wir Kirchensportler eben zum Berg - "und das laufend", wie Eppensteiner anmerkte. Außerdem "wollen wir Kirche bewegen". Es sei ein riesiges Potenzial da, das es zu nutzen gelte: angefangen vom Sportangebot für Ministranten über Sport bei Pfarrfesten bis hin zum Behindertensport. "Den Mehr-Wert, den der Kirchensport vermitteln will, haben am 'Tag des Sports' hoffentlich viele verstanden", so Eppensteiner.

Ordensleute und der Sport

Elisabeth Siegl ist Fußballerin und Don Bosco Schwester. Das Spiel im Team verbindet für sie Ordensleben und Mannschaftssport. „Als Ordensschwester muss man nicht verschroben sein“, erklärt sie in den Oberösterreichischen Nachrichten.  „gottverbunden – freigespielt“ ist das neue Motto der Frauenorden in Österreich. Es ist kein Zufall, dass „freigespielt“ aus der Welt des Teamsports kommt. Denn hier wie dort geht es um das Miteinander. „Man gewinnt und verliert gemeinsam“, das erlebt die Don Bosco Schwester Elisabeth Siegl in ihrer Ordensgemeinschaft ebenso wie im Frauenfußballteam von Vöcklabruck.
Hier zum ausführlichen Bericht

Vor kurzem hat der Salesianer Don Boscos P. Roman Stadelmann von der Pfarre Amstetten Herz Jesu seinen 90. Geburtstag gefeiert. Der rüstige Sportkaplan ist nicht nur leidenschaftlicher Seelsorger, sondern auch begeisterter Sportler, Fußballtrainer und Schiedsrichter. Er kickt mit den Ministranten der Pfarre.
P. Roman ist mit seinen 90 Jahren mit großem Einsatz für die Jugend da. Er kann die Kinder und Jugendlichen für das Sporteln begeistern, trainiert die Ministranten, organisiert unermüdlich Fußballmatches gegen andere Pfarren – und ist mit seinen Spielern bei Ministrantenturnieren stets erfolgreich. P. Roman arbeitet nicht nur als Trainer, er ist auch Schiedsrichter und spielt noch immer selbst beim Tischtennis mit, wo er so manches Match gewinnt. Ganz im Sinne des Ordensgründers Don Bosco ist er ganz für die Jugend da und ist im Herzen jung geblieben. Sport ist für ihn eine Schule fürs Leben
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[mschauer]