Steyler Ethik Bank baut aus

Unter der neuen Dachmarke "Steyler Fair Invest" will das Finanzinstitut des Ordens der Steyler Missionare alle Angebote und Dienstleistungen im ethischen Wertpapier-Investment bündeln. So baut die Steyler Ethik Bank nun ihr Angebot auf dem Bereich nachhaltiger Investments aus. Als neue Anlauf- und Kontaktstelle für Investoren ging am Freitag ein neues Büro bei der Wiener Votivkirche in Betrieb. 

Fremdes Bereichert Bischofshofen 55

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Seit Jahren schon wachse in Österreich der Markt für nachhaltige Investments im zweistelligen Prozentbereich und mache bereits jetzt 8,3 Prozent des Gesamtmarktes aus, schilderte Steyler-Bank-Geschäftsführer Norbert Wolf bei der Eröffnung die Hintergründe der Neuausrichtung. "Institutionelle Investoren haben hieran einen großen Anteil. Sie halten mehr als drei Viertel dieser Anlagen."Um dem Bedarf dieser Investorengruppe noch besser entsprechen zu können, habe man "Steyler Fair Invest" ins Leben gerufen und dafür Wien als Standort ausgewählt.

Die 2002 gegründete Niederlassung in Maria Enzersdorf wird zu diesem Zweck aufgegeben. Andreas Kolde, schon bisher der Leiter der österreichischen Niederlassung, wird sich künftig ganz dem Aufbau der Marke "Steyler Fair Invest" widmen. Wie Prokurist Ralf Kern erklärte, sei es auch ein Ziel der eigenen Tätigkeit, "den Gedanken des ethischen nachhaltigen Investments auch in Österreich weiter zu verstreuen". Die hohen ethischen Vorgaben sei man auch bestrebt, durch "faire und bedarfsgerechte Kundenberatung" sowie durch nachhaltige Anlagestrategien umzusetzen. 

Die Steyler Ethik Bank wurde 1964 vom Steyler Missionsorden in Sankt Augustin bei Bonn gegründet. Sie bietet vom Girokonto bis zur Vermögensverwaltung und sogar Stiftungen das gesamte Spektrum eines modernen Finanzdienstleisters. Man habe sich dabei "ganz auf faire nachhaltige Investitionen spezialisiert, bei denen Geld anderen Menschen Lebensmöglichkeiten ermöglicht", erklärte Steyler-Provinzial P. Stephan Dähler bei der Eröffnung am Freitag. Schließlich investiere man ausschließlich in Wertpapiere, die strenge soziale und ökologische Kriterien erfüllen. 

Der Gewinn der Bank fließt zusätzlich in soziale Hilfsprojekte der rund 10.000 Steyler Missionare und Schwestern weltweit, gemeinsam mit freiwilligen Spenden von Kunden. So kommt das Geld etwa einer Solaranlage in einem indischen Spital zugute, dessen ständiges Stromproblem somit dauerhaft gelöst worden sei, veranschaulichte Provinzial Dähler.

 

[mschauer]