„Tief verwurzelt, hoch hinaus.“ Benediktinisches Jugendtreffen

Von 27.-30. September fand in Stift Seitenstetten ein außergewöhnliches und actionreiches Treffen mit über 150 Gästen statt. „Wir sind tief verwurzelt und wir wollen hoch hinaus, tief verwurzelt in dir Herr!“ heißt das eigens für die Veranstaltung komponierte Lied von P. Florian und erklärt die zentralen Themen dieser Begegnungstage im Benediktinerkloster.

 

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(c) Stiftsgymnasium Seitenstetten

(Fulminant und actionreich der Beginn: Eine Maturantin des Vorjahres, Eva Hammelmüller, seilt sich unter Musikbegleitung vor dem staunenden Abt Petrus von der Brücke im Promulgationssaal ab und plaudert über Sicherheit und Leichtigkeit im Klettersport.

Am Freitag erkundeten die 150 Schülerinnen und Schüler samt ihren Begleitlehrerinnen und Begleitlehrern Kloster und Traditionsgymnasium und entdeckten dabei, welch vielfältige Früchte das Leben aus starken Wurzeln hervorbringt. Das Gotteslob in der Stiftskirche hatte mit den Lösungsnummern die richtige Antwort fürs Leben parat: „Fürchte dich nicht und setze dich mutig ein!“

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Am Nachmittag gab es ein vielfältiges Workshopangebot: Theater, Tanz, Gesang mit zwo3wir, Schuhplatteln mit den Trefflingtalern, Fotografieren, Bauernhofbesuch, Kochen von Mostviertler Spezialitäten, Filzen,  Flag Football, Kräuter- und Gartenworkshop, Brotbacken und Klettern machten die Entscheidung nicht leicht.

Am Abend wurde eine Lichternacht in der Stiftskirche gestaltet: Eintauchen in die schlichte Atmosphäre von Taize mit Gebeten, Texten und Liedern, gesungen von Schülern, Lehrern, Eltern und Freunden des Gymnasiums – man wollte ein Zeichen für Schulgemeinschaft setzen. 

Am nächsten Morgen geht es durch den Stiftswald hinauf zur Basilika auf den Sonntagberg. P. Franz begrüßt die zur Gemeinschaft zusammengewachsene Pilgerschar. Abt Petrus zeigt ausgehend von der Jakobsgeschichte im Buch Genesis, dass die Jakobsleiter Symbol für die Verbindung zu/mit Gott ist: „Manchmal erscheint uns Gott näher, manchmal ferner, manchmal sind wir weiter oben, manchmal weiter unten. Aber Gott ist immer da. Das zeigt uns auch die Basilika mit ihrem Hochaltar und dem Gnadenbild. Die Kirche lädt ein zum Gebet, zur Begegnung mit Gott.“

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Der Abschlussabend, voll Freude und frisch moderiert von Lucia Kößl und Rhetoriktalent Josef Ertl, zeigt, was die Schülerinnen und Schüler der Gastschulen und unsere Oberstufenschüler in diesen Tagen erleben durften: Mit zwo3wir stehen und singen sie auf der Bühne, sie zeigen Tänze und ein modernes Theaterstück über die Aktualität des Heiligen Benedikt, die Trefflingtaler Schuhplattler haben sich als talentierte Didaktiker erwiesen und in kurzer Zeit mit der großen Gruppe Tänze mit Showeinlagen einstudiert. Das Organisationsteam bedankt sich allen Schülern und Lehrern für den großen Einsatz, den Elan und den langen Atem.

Am Sonntag fand der Abschlussgottesdienst in der Stiftskirche statt. Abt Petrus greift in seiner Predigt nochmals die Hauptgedanken der Begegnungstage auf, Direktor Josef Wagner unterstreicht die Bedeutung und Aktualität benediktinischer Werte in der heutigen Bildungslandschaft, Gesellschaft und Zeit. 

Voller positiver Erinnerungsbilder aus dem herbstlichen Mostviertel und der lebendigen Kloster- und Schulgemeinschaft kehren die Gäste zurück zu ihren benediktinischen Bildungseinrichtungen. Aber auch im Stift Seitenstetten und seinem Gymnasium bleiben starke Eindrücke und Zeichen: Wer hoch hinaus will, schafft das nur, wenn er fest verwurzelt ist und bleibt. 

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[mschauer]