Neue Kindergarten-Leitline für gesunde Körper, Herzen und Seelen

Stadt- und Ordenskindergärten in Wien haben sich auf eine neue Gesundheits-Charta geeinigt. Aspekte wie ein positives Miteinander, Toleranz und Wertschätzung, spielerische Kreativität, aber auch ein achtsamer Umgang mit dem eigenen Körper, der Seele und der Natur seien Ausgangspunkt für sechs Leitsätze gewesen die nun präsentiert wurden.

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Foto: Kati Bruder

Kinder lernen im Kindergarten Verantwortung für ihr eigenes Wohlbefinden zu übernehmen, indem sie lernen, ihre Bedürfnisse und Gefühle zu erkennen und mitzuteilen. Der Kindergarten fördert die körperliche und seelische Sicherheit und in weiterer Folge die Selbstständigkeit der Kinder, indem dort ein Bewusstsein für Gesundheit vermittelt wird. "Mit der Charta zur Gesundheitsförderung geben wir uns einen gemeinsamen Rahmen für die Gestaltung der Lebens-, Lern- und Arbeitswelt in den Wiener Kindergärten", betonte der Wiener Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky in einer Aussendung. Diese Inhalte sind nun Handlungsleitfaden für alle beteiligten Organisationen wie die städtischen Wiener Kindergärten, die Vereinigung Katholischer Kindertagesheime, die Wiener Kinderfreunde und "KIWI", sowie die St. Nikolausstiftung der Erzdiözese Wien. Abrufbar ist die neue Charta hier.

Folgenden Leitsätze leisten die Basis für die neu ausgearbeitete Charta:

1. Wir bestärken unsere MitarbeiterInnen und Kinder, ihren unmittelbaren Lebensraum gesundheitsförderlich und ressourcenorientiert unter Berücksichtigung individueller Entwicklung und Potenziale zu gestalten.

2. Wir ermöglichen durch solidarisches und gemeinschaftliches Handeln das Erleben von Sicherheit, Sinnhaftigkeit und Freude aller Beteiligten.

3. Wir begünstigen mit einer toleranten und wertschätzenden Haltung entwicklungsfördernde und lebensbejahende Erlebnisse und Erfahrungen.

4. Wir geben dem Kind Zeit und Raum, um im Spiel sich seine Lebenswelt zu erschließen und sein Wesen schöpferisch zu entfalten.

5. Wir unterstützen unsere MitarbeiterInnen, durch Selbstfürsorge mit ihren Bedürfnissen und ihrer Gesundheit verantwortungsvoll umzugehen.

6. Wir fördern einen achtsamen Umgang mit dem eigenen Körper, der Umwelt und der Natur.“

[mschauer]